Lagerhalle Osnabrück Physikalische Experimente in Heckers Hexenküche

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sbi Osnabrück. Der Buchautor Joachim Hecker hat am Sonntag einfache physikalische Experimente für Familien mit Grundschulkindern in der Lagerhalle gezeigt. Es knusperte, rauchte, knallte, piepte und stank auf der Bühne, während die Kinder in alle Experimente eingebunden wurden.

Der Saal der Lagerhalle war fast bis auf die letzte Reihe mit erwartungsvollen Kindern und ruhigen Erwachsenen besetzt. Das blieb nicht lange so. Denn den studierten Elektroingenieur und Wissenschaftsredakteur beim Hörfunk des Westdeutschen Rundfunks hielt es nicht auf der Bühne. Er lief im Saal herum, fragte und bat Kinder zu ihm auf die Bühne. Ein Tierversuch mit den nicht lebenden Zwillingsfröschen „Münster“ und „Osnabrück“ endet für „Münster“ tragisch. Denn dieser Frosch wurde eine halbe Stunde bei 180 Grad Celsius in einem Topf gesotten. Dabei qualmte, zischte und dampfte es gewaltig. Danach durfte ein Kind erst einmal Dampf ablassen, ehe das Publikum sah, ob der Frosch größer, kleiner oder zerlaufen war. „Münster“ bestand aus Styropor. Das heiße Wasser drückte die Luft heraus und am Ende war der Frosch winzig gegenüber dem anderen.

Was passiert, wenn ein Stethoskop an den Kopf gehalten wird?

Was passiert, wenn ein Stethoskop an den Kopf gehalten wird? Bei diesem Experiment wollten auch einige Eltern gerne auf die Bühne, aber „ich kann nur mit Kindern vorne arbeiten, Erwachsene sind Schissbuchsen.“ teilte Hecker lachend mit. Fünf mutige Kinder erhielten je eine Leckerei: Erdnüsse, Zwieback, Chips, Schokolade oder Hanuta. Die Geräusche, die sie beim Kauen produzierten während Hecker ihnen jeweils ein Stethoskop an den Kopf hielt, waren gruselig dumpfe Geräusche. Chips klangen wie Gewitter und Erdnüsse wie Erdbeben. „Geräusche sind wichtig beim Essen und die Lebensmittelindustrie achtet darauf, dass Leckereien gut aussehen und knusprig sind.“, sagte Hecker ernsthaft.

Zum Ende wird es feurig

Zum Ende hin wurde es mit einigen Experimenten feurig auf der Bühne. „Kinder brauchen dafür einen Erwachsenen und ich brauche ein Kind, damit alles seine Ordnung hat“, teilte er verschmitzt dem Publikum mit und erntete erwachsene Lacher. Die Show war ein voller Erfolg für kleine und große Leute. Am Ende wurde Hecker ernst und sagte leise: „Es ist gut, dass es keine Büroküchen gibt. Ein Anspitzer aus Metall ist gefährlich, nicht weil er eine scharfe Klinge hätte, nein, ganz allgemein. Essig ist ganz schlimm. Falls es Büroküchen gäbe, könnte ja mal so ein Anspitzer in Essig fallen und zack würde sich ein uraltes Gas entwickeln.“

Orangevioletter Knalleffekt

Im mucksmäuschenstillen Saal guckten alle zu, wie er diese Zutaten zusammen führte und einen Luftballon über die Öffnung stülpte. Erst brodelte es in der Flasche, dann wurde der Ballon größer. Ein Kind wusste, dass sich dort Knallgas bildete. Theatralisch zückte Hecker ein Feuerzeug und hielt es an den Ballon – es knallte laut mit einem wunderschönen, orangevioletten Feuerbällchen.


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