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Termine für 2016 stehen fest Am 1. November ist wieder verkaufsoffener Sonntag in Osnabrück

Von Frank Wiebrock

Am 1. November 2015 öffnen die Geschäfte in der Osnabrücker Innenstadt noch einmal an einem Sonntag ihre Türen. Und auch Ikea ist wieder dabei. Foto Jörn Martens/ArchivAm 1. November 2015 öffnen die Geschäfte in der Osnabrücker Innenstadt noch einmal an einem Sonntag ihre Türen. Und auch Ikea ist wieder dabei. Foto Jörn Martens/Archiv

Osnabrück. Auf ein letztes: Am 1. November 2015 öffnen die Geschäfte in der Osnabrücker Innenstadt ein letztes Mal in diesem Jahr an einem Sonntag ihre Türen. Und auch Ikea ist wieder dabei.

Vier verkaufsoffene Sonntage, das ermöglicht das „Niedersächsische Gesetz über Ladenöffnungs- und Verkaufszeiten.“ Und die Kaufmannschaft in der Innenstadt schöpft diese Vorgabe voll aus. Bei dem letzten Termin am 1. November weisen die Zeichen schon diskret in Richtung Weihnachten, schließlich ist am 29. November der 1. Advent.

Ein Mal mau, zwei Mal gut

Die Hoffnungen sind groß: Der erste verkaufsoffene Sonntag am 29. März litt unter dem mäßigen Wetter, beim zweiten verkaufsoffenen Sonntag am 26. April dieses Jahres war derweil Hochbetrieb in der Osnabrücker Innenstadt. Die dritte Sonntagsöffnung in diesem Jahr sorgte dank der stabilen Wetterlage und trotz oder wegen zahlreicher anderer Veranstaltungen in Stadt und Landkreis für eine volle Innenstadt. Aufgrund des Sonnenscheins nutzten viele Besucher die Chance, den Kaffee oder das Eis in der Shoppingpause draußen zu genießen, sodass auch die Gastronomiebetriebe auf ihre Kosten kamen.

Weil Allerheiligen (1. November) in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt, muss die Osnabrücker Kaufmannschaft allerdings auf einen zusätzlichen einnahmestarken Tag verzichten. Denn der zweite „Westfalentag“ 2015 fällt eben ausgerechnet auf einen Sonntag. Auch wenn die Geschäfte dann dennoch geöffnet haben: Wäre Allerheiligen auf einen Wochentag gefallen, gäbe es zum Jahresende einen weiteren Tag, an dem sich die Händler über gute Umsätze freuen könnten. Im kommenden Jahr fallen beide Westfalentage wieder auf Tage unter der Woche. Fronleichnam liegt sowieso stets auf einem Donnerstag, 2016 ist dies der 26. Mai. Und Allerheiligen am 1. November wird 2016 ein Dienstag sein.

Ikea öffnet ebenfalls

Am 1. November soll die Stadt also auch am Sonntag noch einmal so richtig voll werden. Neben vielen Geschäften in der Innenstadt beteiligt sich auch wieder Ikea am verkaufsoffenen Sonntag: Von 13 bis 18 Uhr hat das Möbelhaus geöffnet, das Restaurant öffnet bereits um 12 Uhr.

Wann sind die verkaufsoffenen Sonntage 2016?

Und wie sieht die Planung für 2016 aus? Die vier verkaufsoffenen Sonntage sind inzwischen terminiert: Am 3. Januar, am 20. März, am 2. Oktober und am 6. November kann in der Osnabrücker City dann im Jahr 2016 wieder am Sonntag nach Herzenslust geshoppt werden. Falls das Wetter mitspielt.

Moonlight-Shopping zur Jahresmitte

Das Moonlight-Shopping findet dafür 2016 fast mitten im Jahr statt: Am Samstag, 18. Juni, kann dann bis 22 Uhr eingekauft werden. Nur der Mond wird sich vermutlich bis dahin noch nicht am Himmel zeigen, gut möglich also, dass die bewährte Veranstaltung im kommenden Jahr unter einem anderen Namen firmiert.

Ladenöffnungs- und Verkaufszeiten in Niedersachsen

Und warum macht nicht einfach jeder Laden auf, wann immer er kann und möchte? Richtig: Seit Aufhebung des Ladenschlussgesetzes im November 2006 gibt es keine bundeseinheitlichen Regelungen zu Ladenöffnungszeiten mehr. Die Bundesländer entscheiden selbst. Und in Niedersachsen gilt seit dem 1. April 2007 das „Niedersächsische Gesetz über Ladenöffnungs- und Verkaufszeiten“ (NLöffVZG) . Danach dürfen an Sonntagen ganztägig nur Apotheken, Tankstellen, Geschäfte in Bahnhöfen sowie für drei Stunden Blumen und Hofläden sowie Verkaufsstellen des täglichen Kleinbedarfs öffnen.

Vier verkaufsoffene Sonntage pro Jahr

Mehr ist nur in Ausnahmefällen möglich: Nämlich an bis zu vier und in staatlich anerkannten Ausflugsorten bis zu acht Sonn- und Feiertagen pro Jahr. Und zwar auf Antrag der überwiegenden Anzahl der Verkaufsstellen oder einer den örtlichen Einzelhandel vertretenden Personenvereinigung. Absolut Tabu sind allerdings der Karfreitag, Ostern, Himmelfahrt, Pfingsten, der Volkstrauertag, der Totensonntag, die Adventssonntage und der erste und zweite Weihnachtstag.

Auch am Heiligabend können die Geschäfte nicht einfach öffnen, bis auch das letzte Weihnachtsgeschenk unter die Menge gebracht ist: Um 14 Uhr ist Schluss, außer für Apotheken, Tankstellen und Verkaufsstellen auf Bahnhöfen und an Flughäfen.

Falsche Öffnungszeiten können teuer werden

Natürlich ist das Gesetz auch mit Sanktionen belegt: Verstöße werden als Ordnungswidrigkeit behandelt und können mit Geldbußen bis zu 15.000 Euro geahndet werden.