Hilfe für Flüchtlingsprojekte Bürgerstiftung Osnabrück spendet 15000 Euro



Osnabrück. Die Bürgerstiftung Osnabrück hat verschiedene Projekte in der Stadt und im Landkreis mit insgesamt 15000 Euro gefördert. Alle Vorhaben haben einen gemeinsamen Nenner: Sie haben sich die Integration von Menschen mit Migrationsgeschichte auf die Fahnen geschrieben.

Von 21 eingegangenen Anträgen hatte der Förderausschuss der Bürgerstiftung 15 Projekte ausgewählt. Unter dem Motto „Wir alle sind Osnabrück“ unterstützte die Bürgerstiftung in diesem Jahr Initiativen, die das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion und Weltanschauung zum Inhalt haben. „In unserer Stadt leben Menschen aus 140 Nationen. Von dieser Vielfalt leben wir alle“, meinte Ulrike Burghardt, die stellvertretende Vorsitzende der Bürgerstiftung.

Cafébesuch für Aslysuchende

Geld gab es etwa für das „Café International“ vom Verein Exil. Dort hat man mit „Einer für 2“ ein Finanzierungskonzept entwickelt, damit sich auch Asylsuchende einen Cafébesuch leisten können. Ab November ist das „Café International“ zweimal monatlich im Stadtgaleriecafé geöffnet. Dann erhält jeder Besucher beim Betreten einen Verzehrbon. Den Bestellwert trägt die Bedienung auf dem Bon ein. „Bezahlt wird der gesamte Betrag am Schluss der Veranstaltung direkt an das Stadtgaleriecafé“, erläuterte Maria Braig von Exil. Man setzt auf die Ehrlichkeit der Gäste: Am Ausgang steht eine Spendenbox. Wer über ausreichend Geld verfügt, werde gebeten, den Gegenwert der eigenen Bestellung als Spende zurückzugeben, so Maria Braig „Hat man die Möglichkeit für eine zweite Person mit zu bezahlen, soll man diesen Betrag ebenfalls in die Spendenbox einwerfen.“ (Weiterlesen: Mehr zum Thema Flüchtlinge lesen Sie im NOZ-Themenportal.)

Paten begleiten Jugendliche

1200 Euro erhielt das Projekt „Lichtpaten“ der Muslimischen Jugendcommunity Osnabrück. Dabei verbringen sogenannte Paten mit je einem Flüchtlingskind oder -jugendlichen einen Nachmittag pro Woche. Neben dem Kennenlernen von Alltag und Kultur geht es vor allem um das Lernen der deutschen Sprache, erklärte Dua Zeitun das Projekt.

Finanzielle Unterstützung gibt es beispielsweise auch für das Vorhaben „Wenn ich mir was wünschen dürfte“. Bis Anfang nächsten Jahres erarbeiten Flüchtlinge aus drei Osnabrücker Unterkünften und Schüler des Gymnasiums „In der Wüste“ ein gemeinsames Theaterstück. „In Szenen, Liedern und Choreografien sollen dabei Wünsche und Träume zum Ausdruck kommen“, sagte Liane Kirchhoff von der Theaterpädagogischen Werkstatt.


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