Projektionskunst „Lichtsicht“ zu Gast im Theater


Osnabrück. Dokumentarfilme sowie Videos von und Interviews mit beteiligten Künstlern gaben im Oberen Foyer des Theaters Aufschluss über die Projektionsbiennale „Lichtsicht“ in Bad Rothenfelde.

Vor einem Monat war die fünfte Ausgabe der „Lichtsicht“ inmitten des Kurortes eröffnet worden. Es gibt verschiedene Verbindungen zwischen Bad Rothenfelde und Osnabrück. So ist Hermann Nöring vom European Media Art Festival-Team auch Projektleiter der Lichtsicht, Christian Meyer ist dort als Technischer Leiter, aber auch am Theater tätig. Also lag es nahe, eine Kooperation zu starten – jetzt zum zweiten Mal. Seit dem 10. Oktober war an der Fassade des Theaters ein Ausschnitt aus der in Rothenfelde gezeigten Installation „More Sweetly Play The Dance“ des südafrikanischen Künstlers William Kentridge zu sehen. Zum Ende dieser Demonstration fand im Oberen Foyer des Theaters ein „Lichtsicht“-Abend statt.

Umrahmt wurde das Programm von derselben Band, die auch schon zur offiziellen Eröffnung der Projektionsbiennale im Kurhaus von Bad Rotenfelde gespielt hatte. Ensemblemitglieder des Theaters, allen voran Sopranistin Erika Simons und Klarinettist Marian Ghisa, interpretierten Stücke von Frédéric Chopin bis Antonio Carlos Jobim. Nach der Begrüßung des Publikums durch Intendant Ralf Waldschmidt und Marion Carey-Yard, der Geschäftsführerin der „lichtsicht gGmbH“, wurden per Video und Künstlerinterviews die einzelnen Arbeiten in Rothenfelde vorgestellt. Kurator Peter Weibel, der in diesem Jahr besonders hochkarätige Künstler für die Lichtsicht gewinnen konnte, kam genauso zu Wort, wie der amerikanische Allroundkünstler Robert Wilson. Dessen „Video Portaits“ sind noch bis Februar an den Gradierwerken in Rothenfelde zu sehen, die phänomenale Arbeit „Lady Gaga (Flying)“, ein Video-Porträt der in Bondage-Art gefesselten, hängenden Sängerin, wurde jetzt noch einmal im Theater gezeigt – ebenso wie die durchaus politische intendierte Arbeit Kentridges.


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