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Streuobstwiesen für jedermann Hier gibt es in Osnabrück kostenloses Obst für alle


Osnabrück. Lecker, gesund – und nun sogar kostenlos: Obst. Die Stadt Osnabrück stellt ihren Bürgern elf ihrer 22 Streuobstwiesen für die Ernte zur Verfügung – offiziell zum ersten Male.

Die Wiesen befinden sich in den Stadtteilen Pye, Atter, Eversburg, Gartlage, Haste, Darum und Sutthausen. Dort stehen überwiegend Apfelbäume, vereinzelt aber auch Birnen-, Kirsch- und Pflaumenbäume. Jedem ist es erlaubt, sich dort an der Ernte zu bedienen. Nach Angaben der Stadt sind auf den Streuobstwiesen überwiegend alte und regionaltypische Sorten zu finden, die auch für Allergiker verträglich sein sollen.

Insgesamt gibt es in Osnabrück 22 Streuobstwiesen in städtischer Hand; doch nicht alle sind öffentlich zugänglich, weil sie teilweise beweidet werden oder verpachtet sind.

Obst für Beton

Bei den meisten Streuobstwiesen handelt es sich um Ausgleichsflächen für Baugebiete. Die Stadt bemüht sich eigenen Angaben zufolge sehr um die Erhaltung und die Neuanlegung von Streuobstwiesen, nachdem im 20. Jahrhundert viele von ihnen dem Siedlungsbau hatten weichen müssen. Sie bieten vielen Pflanzen und Tieren einen Lebensraum. Daher bittet die Stadt, pfleglich mit den Streuobstwiesen umzugehen. Nicht erlaubt sind das Befahren mit Autos, das Klettern auf Bäume und das Abbrechen von Ästen und Zweigen. Tiere sollten ungestört bleiben, Feuer dürfen nicht entzündet und Müll nicht hinterlassen werden.


In Niedersachsen gibt es zahlreiche Streuobstwiesen. Die meisten dieser Wiesen listet der BUND auf, zu finden auf www.streuobstwiesen-niedersachsen.de.

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