„Ich will Aufmerksamkeit erregen“ Osnabrücker bloggt aus dem Flüchtlingslager in Calais


Osnabrück. Hammed Khamis reist regelmäßig in den „Dschungel“ von Calais, seine Ambition: Er will auf die Situation vor Ort aufmerksam machen. Etwa 5000 Flüchtlinge leben in der französischen Küstenstadt in einem autonomen Lager und hoffen auf ihre Chance illegal nach Großbritannien zu kommen. Seine Eindrücke schildert Khamis in einem Blog. Wir haben ihn interviewt.

Der „Dschungel“ in den Dünen von Calais, ist eine von Flüchtlingen errichtete Siedlung. Tausende leben dort unter widrigsten Umständen und warten auf eine Chance nach Großbritannien zu kommen. Wie kommt man auf die Idee, dorthin zu fahren?

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Hammed Khamis ist 1978 als elftes von 14 Kindern libanesischer Eltern in Osnabrück geboren. Die Familie lebte in der Gastarbeitersiedlung in der Sandgrube im Stadtteil Wüste. Khamis brach das Gymnasium ab und rutschte ins kriminelle Milieu ab. Er beging bandenmäßig Einbrüche, Körperverletzungen und Erpressungen. 2006 gelang ihm der Ausstieg, 2009 veröffentlichte er eine Autobiografie mit dem Titel „Ansichten eines Banditen“.

Khamis lebt mittlerweile in Berlin und engagiert sich für die Integration Jugendlicher mit Migrationshintergrund. Er macht Präventionsarbeit und leitet eine Integrationsschule im Haus der Jugend in Berlin/Wedding.

Seit August bloggt er für das Seinsart Magazin über seine Erlebnisse im Dschungel von Calais. Ein Buch mit den Inhalten ist in Planung.

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