Gemeinsam etwas bewegen Eltern spenden 600 Euro für die Flüchtlingshilfe

„Schnibbeln“ für einen guten Zweck: Eltern des „Gesunden Frühstücks“ übergaben 600 Euro an die Flüchtlingshilfe Osnabrück. In der ersten Reihe (von links): Heike Rasch, Anne Kleimeyer, Hildegrad Klöcker und Daniela Teckemeyer. Mit dem Scheck in den Händen: Doris Riesberg. Foto: David Ebener„Schnibbeln“ für einen guten Zweck: Eltern des „Gesunden Frühstücks“ übergaben 600 Euro an die Flüchtlingshilfe Osnabrück. In der ersten Reihe (von links): Heike Rasch, Anne Kleimeyer, Hildegrad Klöcker und Daniela Teckemeyer. Mit dem Scheck in den Händen: Doris Riesberg. Foto: David Ebener

rfe Osnabrück. Gesund frühstücken und Gutes tun? „Genau das Richtige!“, dachten sich die Eltern, die der ehrenamtlichen Initiative „Gesundes Frühstück“ an der Osnabrücker Domschule angehören. Nun spendeten sie 600 Euro an das Diakonische Werk, das das Flüchtlingshaus im ehemaligen Bundeswehrkrankenhaus am Natruper Holz in Osnabrück betreibt.

„Die Bilder und Artikel bezüglich der aktuellen Flüchtlingssituation, auf die ich im Internet stieß, haben mich nachdenklich werden lassen“, erzählte die Initiatorin der Spendenaktion, Anne Kleimeyer, „da muss man was machen, habe ich mir gedacht.“ So kam ihr die Idee, die Erlöse aus dem Frühstücksbuffet, das die Eltern bei der Einschulung der fünften Klassen an der Domschule Anfang September organisierten, an die Flüchtlingshilfe in Osnabrück zu spenden.

„Am Einschulungstag haben wir beim Buffet einfach Sparschweine aufgestellt“, so Kleimeyer. „Zunächst kam da so eine krumme Summe zustande. Wir haben dann kurzerhand noch den einen oder anderen Euro dazu geschmissen und den Betrag auf 600 Euro aufgerundet.“

Das Spendengeld sei indes zweckgebunden, erzählte die verantwortliche Lehrerin Hildegard Klöcker. Vorgesehen sei es nämlich für außerordentliche Sprachkurse und gehe an all diejenigen Flüchtlinge, die bisher noch kein dauerhaftes Bleiberecht und damit keinen Zugang zum regulären Sprachunterricht für Asylanten haben.

An der Initiative „Gesundes Frühstück“ beteiligen sich insgesamt circa 46 ehrenamtliche Helfer. Seit über zehn Jahren organisieren sie alle 14 Tage ein üppiges Frühstücksbuffet in der großen Pause. „Wir können uns gar nicht mehr genau daran erinnern, wie lange es die Initiative gibt, folglich muss es sie schon ewig geben“, sagte Daniela Teckemeyer. Von Wraps, Waffeln und Obst, über Pizza- und belegten Brötchen, bis hin zu diversen Kuchen, ist beim Buffet alles dabei, was die Schüler der Domschule für den kräftezehrenden Unterricht benötigen.

Neben der Pausenverpflegung gestalten die Eltern auch größere Nachmittagsevents in der Schule mit. Die Frühstücksaktion sei dabei immer eine Spendenaktion, so Klöcker. So wurden etwa für die Hilfsprojekte des Pater Franklin Rodriguez in Bhopal/Indien , welche die Domschule seit über 30 Jahren unterstützt oder für die Schulfahrt nach Rom bereits kräftig Spenden akquiriert.

Die Motivation sich ehrenamtlich zu engagieren, brachte Anne Kleimeyer lapidar auf den Punkt: „Ich denke immer, wenn einzelne Menschen sich zusammen tun, dann können sie auch einiges bewegen und auf die Beine stellen.“


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