US-Drummer zu Gast Ecole de Batterie feiert 10-jähriges Jubiläum

Von Tom Bullmann

Sven Schipp (rechts) und Joachim Brüntjen (links) veranstalten zum Jubiläum eine spezielle Projektwoche. Foto: Swaantje HehmannSven Schipp (rechts) und Joachim Brüntjen (links) veranstalten zum Jubiläum eine spezielle Projektwoche. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Seit zehn Jahren betreiben Joachim Brüntjen und Sven Schipp an der Neulandstraße die Schlagzeugschule „Ecole de Batterie“. Zum Jubiläum veranstalten sie eine spezielle Projektwoche.

Gute Geschäftsideen setzen sich durch: Am Tresen bei einem Glas Bier hatten sich die beiden Schlagzeuger Joachim Brüntjen und Sven Schipp im Jahr 2003 überlegt, in Osnabrück eine Schule für Schlagzeug und Perkussion zu eröffnen. „So etwas gab es in der Stadt bis dahin nicht“, sagt Brüntjen. Was zwei Jahre später in den kleinen, notdürftig hergerichteten Räumen einer alten Lagerhalle an der Neulandstraße mit ein paar Schülern startete, hat sich zu einer gut positionierten Schule gemausert, die mittlerweile auch die Räume des benachbarten Gebäudes, des ehemaligen Clubs „Con 3“, übernommen hat.

Kooperationen mit Osnabrücker Schulen

Schipp und Brüntjen, die sich an der renommierten Dante Agostini Schule in Düsseldorf kennengelernt hatten, wollten sich von Anfang an nicht nur auf den reinen Schlagzeug- Trommel-, Vibraphon- und Xylophon-Unterricht beschränken: „Wir streben Kooperationen mit Osnabrücker Schulen an, werden Workshops veranstalten und ein Percussionsensemble gründen“, fassten sie kurz nach der Eröffnung ihre Pläne für die Zukunft zusammen. Und die meisten verwirklichten sie auch. So gestalten sie in Kooperation mit der Musik- und Kunstschule der Stadt Schlagzeugunterricht in der Gesamtschule Schinkel. Brüntjen, seines Zeichens diplomierter Instrumental-Pädagoge, bietet am Institut für Musik der Hochschule einen Kurs in Didaktik für Pop-Schlagzeug an.

Taiko-Trommeln

Außerdem gründeten sich an der „Ecole de Batterie“ eine Djembe- sowie eine Cajon-Gruppe. Eine Truppe, deren Mitglieder die japanischen Taiko-Trommeln bearbeiten, probt regelmäßig in den alten Räumen der Schule. Darüber hinaus veranstalten die beiden in unregelmäßigen Abständen Workshops für Sambatrommeln und Cajon-Bauen.

„Wenn man weiß, wie es geht, ist es gar nicht so schwer, die Rhythmuskiste Cajon selbst zu bauen“, sagt Schipp, der als gelernter Tischler mittlerweile einen Tischlerbetrieb in der alten Halle eröffnet hat. Er hatte auch die Idee, den Saal des „Kesselhauses“ unabhängig von der „Ecole“ für Veranstaltungen zu nutzen und zu vermieten.

Projektwoche zeigt Facetten

Die Facetten all dieser Aktivitäten bilden sich in der Projektwoche ab, die am Montag, 21. September, beginnt und am Sonntag, 27. September, mit einem „Tag der offenen Tür“ endet, der in einem Workshop-Gastspiel des amerikanischen Drummers Mike Terrana mit seiner Band gipfelt. Terrana, im harten Rock zuhause, spielte bereits mit Koryphäen wie Yngwie Malmsteen, Axel Rudi Pell, Steve Lukather und der ehemaligen Nightwish-Sängerin Tarja Turunen zusammen.

Workshops, in denen Schüler beispielsweise Stick-Tricks lernen, und allabendliche Auftritte, unter anderem von der Band Echtzeit, deren Drummer in der „Ecole de Batterie“gelernt hat, finden von Montag bis Donnerstag statt.

Der Eintritt zu den Konzerten im „Kesselhaus“ in der Neulandstraße 12 ist frei, nur ein Ticket für den Auftritt von Mike Terrana & Band am Sonntag um 20 Uhr kostet 12,-/15,- Euro.

Weitere Informationen und ein Link zu einem kurzen Filmporträt der Schule www.ecoledebatterie-osnabrueck.de zu finden.