„Abi Zukunft“ 2015 an der Domschule 80 Messeaussteller informieren in Osnabrück zur Berufswahl

Von Mareike Katerkamp

80 Aussteller präsentieren sich auf der Berufsorientierungsmesse „ABI Zukunft“ 2015 in der Sporthalle der Osnabrücker Domschule. Foto: David Ebener80 Aussteller präsentieren sich auf der Berufsorientierungsmesse „ABI Zukunft“ 2015 in der Sporthalle der Osnabrücker Domschule. Foto: David Ebener

Osnabrück. Mit 33 Ausstellern fing es vor fünf Jahren in der Ursulaschule an, inzwischen sind es über 80 Firmen, die sich in der Sporthalle der Domschule bei der Messe „ABI Zukunft“ 2015 präsentieren. Bereits am Freitag holten sich zahlreiche Schüler Infos über Ausbildungsberufe, Studiengänge oder Auslandsaufenthalte. Auch am Samstag, 19. September 2015, sind die Messetüren noch einmal von 10 bis 14 Uhr geöffnet.

„Wir sind wirklich total glücklich über die Entwicklung der Messe. Mittlerweile können wir den Schülern ein sehr breites Angebot quasi auf dem Silbertablett servieren“, freute sich Lehrer Tobias Romberg von der Ursulaschule. Weil der Platz an seiner Schule vor drei Jahren nicht mehr ausreichte, zog die Messe in die Sporthalle der Domschule um und nahm noch einige weitere Angebote mit in ihr Programm. Von Anfang an mit im Boot saß die Messeagentur JF Messekonzept, die das ursprünglich in Osnabrück entwickelte Konzept inzwischen auf Städte wie Hildesheim und Lingen ausgeweitet hat. „Dabei ist es ganz wichtig, dass die Jugendlichen in den Schulen gut auf die Messe vorbereitet werden und sich im Vorfeld erste Gedanken zur Berufsfindung machen“, betonte Agenturchef José Rodrigues Freitas.

Neben Vorträgen und Workshops findet in diesem Jahr erstmalig auch ein Auditorium mit der Steuerberatungsgesellschaft Steu-Dat statt, die mit Schülern ein Bewerbungsgespräch plus Assessment-Center simuliert. Im Anschluss gibt es für alle Teilnehmer einen detaillierten Bewerbungsbogen, der ihre Stärken und Schwächen auflistet. „Mein Auftreten und meine Körpersprache waren gut, allerdings habe ich bei der Gruppendiskussion anscheinend den Eindruck gemacht, als sei ich eher kein Teamplayer“, meinte Dennis Medwedew (16) nach dem Auditorium selbstkritisch.

Viele Schüler nutzen das Angebot auch, um sich nach passenden Studiengängen oder Auslandsaufenthalten umzusehen. „Ich habe einige Broschüren der niederländischen Unis mitgenommen. Allerdings will ich zunächst gerne ein Au-Pair im Ausland machen, dazu habe ich noch nicht viel gefunden. Die meisten Aussteller hier bieten nur ein Freiwilliges Soziales Jahr an“, berichtete Dorothee Probst (16) am ersten Messetag.

Gerade zum dualen Studium befragen viele Schüler die Aussteller. „Das bieten wir auch an. Ich versuche, den Schülern zu zeigen, dass wir keine graue Behörde mit verstaubten Büros sind, sondern viel zu bieten haben“, sagte Christoph Chrzanowski vom Finanzamt Osnabrück-Land.

Dass auf der Messe gewonnene Kontakte Gold wert sein können, belegte Volker Lotze vom Unternehmen Elster-Kromschröder. „Im letzten Jahr haben wir einen jungen Mann auf der Messe kennengelernt, der nun bei uns einen Vertrag für ein duales Studium in der Elektrotechnik unterschrieben hat“, berichtete Lotze, tätig im Personalmanagement der Firma.

Aus Sicht des Messeagenturleiters Freitas eine klare Bestätigung des Konzepts: „Aus der Zusammenarbeit zwischen den Schulen, den Firmen und uns wächst das Format und damit seine Erfolge.“

Auch am Samstag, 19. September 2015, haben Schüler und Eltern noch einmal die Möglichkeit, sich bei der „ABI Zukunft“ Informationen zum Thema Berufsorientierung zu holen und mit Ausstellern Kontakte zu knüpfen. Der zweite Messetag findet von 10 bis 14 Uhr in der Sporthalle der Domschule am Erich-Maria-Remarque-Ring statt.


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