Geschäft am Markt in Osnabrück Nach Überfall auf Juwelier: Hinweisschild „verwundert“ Polizei

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Osnabrück. Nach einem Raubüberfall auf das Juweliergeschäft Thünemann am Markt in Osnabrück steht in dessen Schaufenster nun ein Hinweisschild. Die Polizei zeigt sich „verwundert“.

Auf dem Schild steht:
„Ein Großteil unserer Kollektion ist leider auf dem Weg Richtung Osteuropa. Kundenbestellungen nehmen wir gerne entgegen. Ihr Thünemann-Team“

Thünemanns Schwester sowie eine weitere Frau waren während des Überfalls am 1. September von zwei maskierten Männern gefesselt worden. Anschließend hatten die beiden Männer Vitrinen zerstört und Schmuck und Uhren geraubt. Die Frauen waren unverletzt geblieben, die Täter sind nicht gefasst.

Die Polizei Osnabrück kann nach jetzigem Ermittlungsstand weder bestätigen noch dementieren, dass die Täter aus Osteuropa stammen. Das sagte Pressesprecherin Mareike Kocar unserer Redaktion. Daher sei sie „verwundert“ über das Schild. In der Pressemitteilung der Polizei vom 1. September hatte es keinen Hinweis auf die Nationalität der Räuber gegeben.

Inhaber Thünemann hingegen ist sich sicher, die Täter seien Osteuropäer. Das sagte er auf Anfrage. Aussehen und Akzent der Männer sprächen für sich. Daher habe seine Schwester das Schild in das Schaufenster gestellt. Weiter wollte sich Thünemann nicht äußern.

Drei Raubüberfälle binnen kurzer Zeit

Es war der dritte Überfall auf ein Juweliergeschäft in Osnabrück binnen weniger Monate. Anfang Juli wurde das Juweliergeschäft „123gold“ überfallen, Ende Juli das der Juwelier Kolkmeyer.


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