Ökologisch umdenken Osnabrücker Schüler entwerfen nachhaltige Stofftaschen

Hendrik und Malin mit zwei der insgesamt 1000 Osnabrück-Jutebeutel. Foto: Michael GründelHendrik und Malin mit zwei der insgesamt 1000 Osnabrück-Jutebeutel. Foto: Michael Gründel

khl Osnabrück. Mit einem Aktionsbündnis haben zwei Osnabrücker Initiativen einen weiteren kleinen Schritt in Richtung „plastiktütenfreies Osnabrück“ gemacht. Die Vordemberge-Gildewart-Initiative sowie die Klimabotschafter des Gymnasiums Ursulaschule haben einen umweltfreundlichen Jutebeutel entworfen, der die Bürger zum Umdenken anregen soll. 1000 dieser Mehrweg-Taschen wurden bereits produziert.

Bereits im Juni machten die Schüler auf sich aufmerksam, als sie eine Kette aus über 8000 Plastiktüten auf der Treppe der Bischöflichen Kanzlei an der Hasestraße aufhängten . Zuvor hatten sie in einem Anschreiben alle Schulen der Region dazu aufgerufen, Plastiktüten zu sammeln und diese dann den Klimabotschaftern der Ursulaschule zukommen zu lassen. Aus den zugesendeten Tüten knüpften sie eine riesige Kette. Die Verantwortlichen der VG-Initiative, die sich für eine breitere öffentliche Anerkennung des in Osnabrück geborenen Künstlers Friedrich Vordemberge-Gildewart (VG) einsetzt, sind mit den Ursulaschülern mittlerweile eine Kooperation eingegangen. Mit der so entstandenen Jutebeutel-Aktion will die Initiative das Bewusstsein für den Umweltschutz in Osnabrück weiter schärfen.

Initiiert hatte das Projekt Helmtraud Willuhn von der Bürgerstiftung Osnabrück, die in enger Partnerschaft mit der VG-Initiative steht. Die Idee hinter VGs Werken passe sehr gut zu den Problemen mit dem Plastikmüll, findet Willuhn. „Bei ihm geht es um konkretes Gedankengut. Und das ist auch erforderlich angesichts des oft gedankenlosen Gebrauchs von Plastiktüten.“ Deshalb befindet sich auf der doppelseitig bedruckten Stofftasche neben dem Logo der Aktion „Plastiktütenfreies Osnabrück“ auch das berühmte VG-Bild „K 208“.

Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, der sowohl Schirmherr der VG-Initiative als auch des Projekts „Plastiktütenfreies Osnabrück“ ist, lobte die Aktion bei der Präsentation der Beutel: „Die Botschaft dieser langlebigen und schönen Stofftaschen ist klar: Osnabrück steht für Kultur und Umweltschutz. Und das ist doch bemerkenswert.“

Erwerben kann man die Beutel gegen eine freiwillige Spende, die dem Projekt „Plastiktütenfreies Osnabrück“ zugutekommt. Erstmals erhältlich sind die Taschen am 20. September bei der Literaturveranstaltung „Auf 1 Wort“ vor dem Heger Tor.