Wunderschöne Melodien Gitarrist Michael Haumont im Lutherhaus Osnabrück

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Fingerstyle-Gitarrist Michael Haumont. Foto: Egmont SeilerFingerstyle-Gitarrist Michael Haumont. Foto: Egmont Seiler

Osnabrück. Der Gitarrist Michael Haumont präsentierte im Lutherhaus Osnabrück ein abwechslungsreiches Programm.

Gefühl wird bei Michel Haumont groß geschrieben. Wenn der Musiker seine Gitarre zur Hand nimmt, ist nicht „höher-schneller-weiter“ angesagt, sondern es quellen wunderschöne Melodien aus seinem Saiteninstrument, mal verträumt-langsam, mal zügig-behänd. Im Lutherhaus stellte der Franzose unter Beweis, dass er ein äußerst versierter Fingerstyle-Gitarrist ist, der das Publikum charmant unterhält.

Tribut an sein Vorbild Leo Kottke

„Ich liebe die deutsche Sprache, daher spreche ich sie auch so gut wie nicht“, radebrecht der Musiker aus Paris, bevor er ein Stück anstimmt, das er seiner Frau Gemahlin widmet: „Wir sind seit 40 Jahren zusammen“, sagt er stolz und spielt dieses ganz neue Lied, romantisch, mit einem leicht melancholischen Unterton. Ob Talking Blues ohne Stimme, ob Musette-Walzer, amerikanisch angehauchter Ragtime, mediterraner Folk oder Tribut an sein Vorbild Leo Kottke, es bereitet große Freude, diesem Gitarristen zuzuhören. Die kompliziertesten Arrangements lässt er aussehen, als seien sie einfach locker daher gespielt. Und dann erinnert er sich an „Goutte d´or“, dieses Stadtviertel im Norden von Paris, in dem er als kleiner Junge gelebt hat und in dem er alte Pariser Melodien aufschnappte, die er später in seinen Kompositionen verarbeitete. Herrlich…


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