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Gefahrenzone Großbaustelle Mehr Blitzer auf der A 1 bei Osnabrück

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Lengerich. 100 Mal in der Stunde blitzt es in Höhe der Baustelle auf der A 1 zwischen Lengerich und dem Kreuz Lotte/Osnabrück. Die Geschwindigkeitskontrolle ist eine von vielen Maßnahmen, um Unfälle in der Gefahrenzone zu verringern.

Die Bauarbeiten auf dem sieben Kilometer langen Teil der Autobahn werden voraussichtlich bis Ende 2018 dauern. Drei Brücken werden je zur Hälfte abgerissen und erneuert. Die Straße muss dafür nicht gesperrt werden, die Fahrbahn ist jedoch verengt. Dabei müssen auf der Nord-Südroute nach Angaben der Polizei täglich 55000 bis 60000 Fahrzeuge die Baustelle passieren – in eine Richtung.

Viele Unfälle lassen sich vermeiden

Baustellen sind immer Gefahrenbereiche, doch viele Unfälle lassen sich verhindern, sagt der Leiter der Autobahnpolizeiwache Lotte Andreas Glünz: „Durch Zusammenarbeit mit der Presse, mit Verkehrsschildern, angekündigten Geschwindigkeits- und Abstandsmessungen erhöhen wir die Sicherheit.“ Gemessen wird nicht nur zu den Hauptverkehrszeiten, sondern auch in der Nacht. Weiterlesen: Verkehrsführung wird geändert

Mobile Staumeldeanlage im Einsatz

Helfen soll auch die mobile Staumeldeanlage, welche erstmals im Bereich der Autobahn Münster zum Einsatz kommt. Vor der Baustelle sind drei Warnanlagen im Abstand von 1,5 Kilometern angebracht, die auf Staugefahr oder Stau hinweisen. Die Geräte messen die Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Fahrzeuge.

Weiterlesen: Aktuelle Verkehrsmeldungen aus der Region lesen Sie im Verkehrsticker Osnabrück.

Sobald diese unter 35 Kilometern pro Stunde liegt, wird vor Stau gewarnt. Diese Meldung leitet ein Gerät auch an die anderen Anlagen weiter. Fahrzeugführer werden im besten Fall so frühzeitig gewarnt, dass sie dem Stau ausweichen können. „Das geht viel schneller, als wenn uns ein Stau gemeldet wird und erst einmal ein Beamter rausfährt, um ein Schild anzubringen“, sagt der Verkehrssicherheitsberater Christoph Becker. Weiterlesen: Baustelle auf der A1 – Autobahn wird zum Nadelöhr.

Probleme durch breite Fahrzeuge

Probleme gebe es häufig auch durch zu breite Fahrzeuge auf dem linken Fahrstreifen. „Oft werden nur Spiegel abgefahren. Aber manchmal wird ein Autofahrer nervös, wenn der Spiegel ab ist und es kommt zu einem schweren Unfall“, erzählt Becker. Viele Fahrzeugführer würden die Breite ihres Autos unterschätzen, da die Spiegel im Fahrzeugschein nicht mitberechnet seien. Jeder Fahrer müsse einmal ein Maßband nehmen und durch den Innenraum des Autos messen. Weiterlesen: A1-Baustelle zwingt Lkw auf Umleitungsstrecke

Schon Mittelklassewagen zu breit

Ein gehobener Mittelklassewagen überschreite in der Regel die maximale Breite von 2,10 Metern. „Diese Autos haben auf dem linken Fahrstreifen nichts zu suchen“, sagt Becker. Zudem lohne sich das Überholen nicht, denn ein Fahrer, der die zulässige Maximalgeschwindigkeit überschreitet, spare bei der Durchfahrt der Baustelle höchstens zwei Minuten, rechnet der Beamte vor.


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