Installation zur Kulturnacht Drei „Pop-Up-Gärten“ am Osnabrücker Marktplatz

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Osnabrück. Drei „Pop-Up-Gärten“ entstehen zurzeit auf dem Osnabrücker Marktplatz.Diese temporären Garten-Installationen wurden im Rahmen eines Wettbewerbs für Studierende und Absolventen eines Landschaftsarchitektur-Studiums geplant und werden zur Kulturnacht am Samstag, 5. September, realisiert.

Vor der Marienkirche wird hart gearbeitet: Große Steine werden gewuchtet, um ein Pflaster auf das historische Pflaster zu legen. Glücklicherweise ist es nicht mehr so feuchtheiß wie in den vergangenen Tagen, sonst würde der Schweiß in Strömen fließen. Denn es gibt noch mehr zu tun: Vor dem Rathaus werden exotische Pflanzen und Blumen arrangiert, in der Mitte des Platzes wird gesägt, geschraubt, gehämmert.

Ein paar Minuten abschalten

„Hier entsteht ein Funkloch“, erklärt Doris von Dressler. Sie ist die Geschäftsführerin des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla), Landesgruppe Niedersachsen/Bremen, und betreut in dieser Funktion den Wettbewerb „Pop-Up-Gärten“. Daher weiß sie auch, was es mit diesem Funkloch-Garten auf sich hat. „Eigentlich wollte Kerstin Wagener, von der der Entwurf stammt, einen Störsender installieren, der dafür sorgt, dass Mobiltelefone hier keinen Empfang haben. Als Alternative soll der Besucher sich gemütlich in grünem Ambiente auf Kissen setzen und ein paar Minuten abschalten“, sagt von Dressler.

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Farbenfrohes Arrangement

Leider ließ sich das mit dem Störsender technisch nicht umsetzen, also ist der Besucher des „Funklochs“ jetzt aufgefordert, sich mental in den Abschaltmodus zu begeben. Eine besondere Art der Willkommenskultur bietet dagegen der Pop-Up-Garten mit dem Namen „Wir sind der Garten“ von Katharina Deppe: Aus Syrien, Sudan, Kongo und anderen Ländern, aus denen im Moment die meisten Flüchtlinge nach Deutschland kommen, stammen die Pflanzen und Blumen, die hier auf Paletten und in Holzkästen zu farbenfrohen Arrangements drapiert werden.

Derweil fordert „Create Your Garden“ von Kristina Greife zur Interaktion auf: In einem Raster aus großen Pflastersteinen werden Lücken für Blumen gelassen, die von den Besuchern ausgetauscht werden dürfen und sollen.

Gärtner können beurteilt werden

41 Entwürfe waren zum Wettbewerb, einer Kooperation von bdla, Stadt und Hochschule Osnabrück, eingereicht worden. Gerichtet hatte er sich an Studierende der Universität Hannover, der Hochschule Ostwestfalen-Lippe und der Hochschule Osnabrück. Erstaunlicherweise hatte die Jury allerdings drei Entwürfe von jungen Landschaftsarchitektinnen zu Gewinnern gekürt, die alle an der Hochschule OWL in Höxter studieren.

Mithilfe von Garten- und Landschaftsbau-Unternehmen der Region Osnabrück werden die Gärten jetzt aufgebaut und von Patricia Mersinger, der Leiterin des städtischen Kulturbereichs, während der Kulturnacht offiziell präsentiert. Bis zum „Fest der Kulturen“ am 13. September können sie begutachtet werden.

Alle Bürger sind aufgefordert, die Qualität der Pop-Up-Gärten zu beurteilen. Dazu werden Stimmzettel ausgelegt, die ausgefüllt in einer Box im Foyer des Rathauses gesammelt werden. Die finale Preisverleihung findet im Rahmen des „Fests der Kulturen“ statt und wird von dem Osnabrücker Stadtbaurat Frank Otte vorgenommen.

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