Filmabend mit Gruselfaktor „Nosferatu“ in der Hasefriedhof-Kapelle in Osnabrück

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Bei der Vorführung des Stummfilms „Nosferatu“ war die Hasefriedhof-Kapelle ausverkauft.Foto: Hermann PentermannBei der Vorführung des Stummfilms „Nosferatu“ war die Hasefriedhof-Kapelle ausverkauft.Foto: Hermann Pentermann

Osnabrück. Als „Vorfilm“ des 30. Unabhängigen Filmfests Osnabrück konnten sich 75 Zuschauer den Stummfilm „Nosferatu“ in der Hasefriedhof-Kapelle ansehen.

Bereits um 19.45 Uhr warten die ersten Fans am Tor. Über der Kapelle des Johannisfriedhofs fliegen Dohlen auf, der Verkehr rauscht an der nahen Lutherkirche vorbei. In der Kapelle trifft Filmfest-Leiter Florian Vollmers mit seinen Mitarbeitern letzte Vorbereitungen für einen Filmabend mit Gruselfaktor.

Veranstaltung bereits im Vorfeld ausverkauft

Als „Vorfilm“ des 30. Unabhängigen Filmfests Osnabrück stehen alle Zeichen auf Friedrich Wilhelm Murnaus 1922er Stummfilm „Nosferatu - Eine Sinfonie des Grauens“ (Kooperation mit der Christengemeinschaft Osnabrück sowie der Treuhandstiftung „Historisches Bewahren“). Pünktlich um 20 Uhr lassen Inga Becker und Johanna Doyée vom Filmfest das Publikum ein, nehmen Karten in Empfang und müssen etliche Filmfans wieder nach Hause schicken: Bereits im Vorfeld war die Veranstaltung ausverkauft.

In der Kapelle sind die 75 Stühle bald besetzt. Ein Modell der Hasefriedhof-Kapelle wird als Treuhand-Spendenbox neben der Leinwand platziert. Ehe es losgeht, erklärt Monika Dohnau von der Christengemeinschaft noch schnell die Funktion der Lichtschalter. In der hinteren Ecke des Raums sitzt Stummfilmpianist Meik Kraft am Klavier und schlägt um 20.40 Uhr die ersten Takte an.

Improvisationen von Brahms und Mahler

Stiltechnisch lässt er sich bei seinen Improvisationen von Komponisten wie Johannes Brahms, Gustav Mahler oder Anton Bruckner leiten. Der neugotische Kapellenbogen über der Leinwand passt gut zur Schloss-Einrichtung des von Max Schreck gespielten Film-Vampirs Graf Orlok. Wie aufs Stichwort schlägt um 22 Uhr die Turmuhr der Lutherkirche in dem Moment, in dem auf der Leinwand Sargträger erscheinen. Um 22.15 Uhr ist der Filmspuk vorbei. Ein junger Mann imitiert noch rasch die Krallenhand Graf Orloks, dann verlieren sich die Filmfans in die vampireske Vollmondnacht.

Weiterlesen: Unabhängiges Filmfest sammelt Geld für eine Festschrift


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN