„Die Kleinen und die Bösen“ Vorpremiere mit Christoph Maria Herbst in Osnabrück

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Hat seinen Film „Die Kleinen und die Bösen“ in Osnabrück zum ersten Mal mit „echten Zuschauern“ gesehen: Christoph Maria Herbst. Foto: Gert WestdörpHat seinen Film „Die Kleinen und die Bösen“ in Osnabrück zum ersten Mal mit „echten Zuschauern“ gesehen: Christoph Maria Herbst. Foto: Gert Westdörp

lboe Osnabrück. Bereits vor dem eigentlichen Filmstart am 3. September haben einige Zuschauer die Möglichkeit bekommen, den Film „Die Kleinen und die Bösen“ von Christoph Maria Herbst in einer Vorpremiere im Cinema Arthouse in Osnabrück zu sehen. Im Anschluss stellten sich Herbst und der Regisseur Markus Sehr den Fragen des Publikums.

Als Bewährungshelfer betreut Benno (Christoph Maria Herbst) Kleinkriminelle wie Hotte (Peter Kurth) und Ivic (Ivo Kortlang). Benno nimmt seine Arbeit ernst und kümmert sich auch während seiner Freizeit um seine Klienten. Er ist skeptisch, als der ehemalige Häftling Hotte die Verantwortung für seine Kinder übernehmen möchte, die dieser noch gar nicht kennt. Verantwortung kennt Hotte nämlich nicht: Beim ersten treffen bietet er seinem 15 jährigen Sohn Dennis (Jasper Smets) und seiner 14 jährigen Tochter Jenny (Emma Bading) Zigaretten an.

Es kommt zur Katastrophe

Im neuen „Familienleben“ geht es alles andere als problemlos zu: Dennis gerät ebenfalls auf die schiefe Bahn, es kommt zur Katastrophe. Benno fängt an sich sorgen um Jenny zu machen und versucht sie um jeden Preis von Hotte fern zu halten. Auf dem Behördenweg ist dies nicht möglich, da Hotte kein Gesetzesverstoß nachgewiesen werden kann. Daher greift Benno zu anderen Mitteln und leistet sich ein langes Duell mit Hotte. Als sich auch noch Ivic, ein weiterer krimineller Klient von Benno, einmischt und ein wütender Autohändler hinter all ihnen her ist scheint die Situation außer Kontrolle.

Schwarzer Humor und Sozialkritik

„Die Kleinen und die Bösen“ überzeugt anspruchsvoll mit schwarzem Humor, Sozialkritik und Spannung. Der Film hat wenig gemein mit anderen deutschen Filmen. Der Humor hat etwas britisches – oder in den Worten von Herbst: Ein „toller Schmäh“. Nur als Dennis plötzlich einen Einbruch begeht, wirkt dies etwas unglaubwürdig, da er und seine Schwester sich eigentlich entschieden gegen den Lebensstil von Hotte gewendet hatten.

Glaubwürdige Charaktere

Die Schauspieler sind vollkommen in ihren Rollen und verkörpern diese. Obwohl die erste Szene Benno im Büro zeigt, hat Herbst hier nichts vom Charakter Stromberg. Als ein Zuschauer nach dem Film fragt, ob es für Herbst eine Umstellung von Stromberg auf Benno gewesen sei, verneint er dies. „Auf dem Set fiel nie das Wort Stromberg“, sagt Regisseur Markus Sehr. Kurth verkörpert glaubwürdig den ungebildeten Kleinkriminellen Hotte am Rande der Gesellschaft, der sich von kleinen Diebstählen und Betrügereien ernährt. Charakteristisch: Als er zum ersten Mal in die Wohnung seiner eigenen Kinder kommt, sucht er gleich nach Wertgegenständen, die er mitgehen lassen kann.

Das vermeintliche Happy-End wirkt sehr gelungen. Aber ganz sicher sind nicht alle Beteiligten ganz zufrieden damit.

Herbst hofft auf zweiten Teil

Herbst sah den Film in Osnabrück zum ersten mal mit „echten“ Zuschauern. Es sei interessant gewesen, die Reaktionen mitzubekommen. „Viele Szenen hätte ich auch ganz anders spielen können“, um diese Chance zu bekommen, hofft er auf einen zweiten Teil. Mal sehen, ob es diese Chance geben wird. Falls der potenzielle zweite Teil qualitativ genau so gut wird, wie der erste, dann dürfen wir uns darauf freuen. Schelmisch wirbt Herbst zum Schluss noch dafür, sich den Film ein zweites mal anzusehen, er selbst habe beim zweiten mal noch viele Details entdecken können.

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