Gute Laune bei Bilderbuchwetter Gelungener Festivalauftakt bei „Hütte rockt“ am Freitag


GMHütte. Besser hätten die Bedingungen kaum sein können. Strahlender Sonnenschein lockte am ersten Tag tausende Besucher auf das Festivalgelände von „Hütte rockt“. Reichlich Lokalkolorit bot das bunte Line-up, bei dem die Osnabrücker Band „Snakeshit on a Plane“ den Auftakt machte.

Zwar hielt sich der Andrang vor der imposanten Bühne zunächst noch in Grenzen, den bereits Anwesenden heizten die fünf Bandmitglieder aber mit schnörkellosem Rock ordentlich ein. Mit einem starken Auftritt überzeugte vor allem Frontfrau Kirsten Schuhmann. Ihre kraftvoll rauen Gesangslinien, gepaart mit einem Schuss Selbstironie legten die Messlatte hoch an. (Weiterlesen: Alle Bilder zu „Hütte rockt“: Mehr als hundert Helfer)

Druckvoll und mit viel Hingabe starteten im Anschluss die Jungs von Hi! Spencer durch und bewiesen abermals ihre Live-Qualitäten. Bewegungsfreudig nutzten sie die Bühnenfläche und sorgten für euphorische Gesichter bei ihren lautstark mitsingenden Fans. Ihre Melange aus treibenden Gitarrenriffs, pointierten Texten und dem energiegeladenen Gesang von Sänger Sven Bensmann sorgte für viel Jubel.

Spontan-Polonaise

Je mehr sich die Sonne senkte, desto voller wurde es auf dem Festivalgelände. Auf der direkt angrenzenden Campingfläche standen die Zelte bereits dicht beieinander. Zahlreiche Besucher machten offenbar von der Möglichkeit Gebrauch, vor Ort auch die Nacht zu verbringen. Eine langgezogene Spontan-Polonaise zwischen den Zelten zeigte aber, dass es bis zur Nachtruhe noch etwas dauern würde.

Vielschichtigen Indierock mit melancholischem Synthiesound gab derweil die Osnabrücker Band „Taiga“ zum besten und animierte damit das Publikum zum tanzen. Ganz andere Akzente setzten hingegen das Trio „die Beschmierten“. Ihr Electro-Metal-Mix überzeugte durch starkes Zusammenspiel und enorme Bühnenpräsenz. Dafür, dass sie dabei textlich vor allem den Alkoholkonsum hochleben ließen, ernteten sie reichlich Zuspruch.

In dem Umbaupausen sorgten die „Wohnraumhelden“ in ihrem farbenfrohen Mobil mit integrierter Minibühne für musikalische Abwechslung. Als dann schließlich die Mannen der „Frog Dog Dosenband“ in bizarren Clownkostümen die Bühne enterten, gab es im Publikum kein Halten mehr. Die riesige Fangemeinde der Kultband verwandelte das Bühnenvorfeld in einen feierfreudigen Hexenkessel, aus dem heraus zu dem derben Liedgut der Anarcho-Rocker lautstark mitgesungen wurde.

„No School Partycore“ nennen hingegen die Tonkünstler von „Knallfrosch Electro“ ihren musikalischen Crossover-Parcour, mit dem sie die Stimmung zum Abschluss abermals hochkochen ließen. Knackige Beats, wummernde Soundspielereien und kurzweilige Texte setzten ein letztes Ausrufezeichen hinter einen gelungenen, ersten Festivaltag.


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