Gastrofamilie in 3. Generation Französische Hausmannskost ab September in der Hasestraße



Osnabrück. In der Hasestraße in Osnabrück öffnet am 8. September die Brasserie Saunus. Helmut Saunus kommt aus einer Osnabrücker Gastrofamilie und möchte in seinem neuen Lokal französische Hausmannskost anbieten. Es soll einen Mittagstisch und abends den klassischen Restaurantbetrieb geben.

Seit 17 Jahren ist Helmut Saunus selbst in der Gastronomie beschäftigt und hat so gut wie alle Stationen in dem Bereich auf Praxis- und Theorieebene durchlaufen. Vom Souschef bis zum Chefkoch, vom Bachelor für Handelsmanagement bis zum Angestellten im Export von Küchenmessern. Über die Städte Berlin, Hamburg und Köln hat der gebürtige Osnabrücker im vergangenen Jahr den Weg zurück in die Heimat gefunden. Mit der Brasserie Saunus an der Hasestraße wagt er den Schritt in die Selbstständigkeit.

Französische Hausmannskost 

Auf der Speisekarte erwarte die Gäste französische Hausmannskost, „Cremé Brulee und hausgemachte Pasteten gehören auf jeden Fall dazu, aber auch Steak tartare“, sagt Saunus im Gespräch mit unserer Redaktion. Der gelernte Koch wolle in seiner Gastronomie eine familiäre Atmosphäre und Tradition transportieren und sich damit von den Franchiseangeboten in der Stadt abheben. Die Küche werde klassisch sein, aber es werde auch vegane und vegetarische Gerichte geben: mittags Bistroküche in Form von Suppen, Salaten und Galettes (Anm. der Redaktion: Buchweizenpfannenkuchen aus der Bretagne), die der Gast nach Belieben füllen lassen könne, abends der klassische Restaurantbetrieb. (Hier geht es zu unserem Themenportal „Das tut sich in Osnabrück“)

Preislich solle der Mittagstisch mit Getränk unter zehn Euro liegen. Die Hauptgerichte am Abend beginnen bei sieben bis acht Euro. 65 bis 70 Personen finden in der Brasserie Saunus einen Sitzplatz. Blickfang sei ein Gewindetisch vor der offenen Küche, dem eine drei Meter lange Holzplatte aufliegt. Einen Außenbereich gibt es nicht, dafür hat Saunus im Eingangsbereich Fenster einbauen lassen, die sich nach oben aufschieben lassen. 

Standort mit Tradition und Charme

Seit Januar dieses Jahres laufen die Umbauarbeiten. Das ganze Haus, in dem bis Ende 2014 das traditionelle Osnabrücker Nachtlokal Parisiana beheimatet war, wurde kernsaniert. Helmut Saunus, ist durch Getränkegroßhändler Karl Feldscher auf die Räumlichkeiten aufmerksam gemacht worden. Feldscher kaufte den schlichten Nachkriegsbau 1959. „Die Tradition des Hauses und die Hasestraße an sich, verleihen dem Standort einen reizvollen Charme“, sagt Saunus. Auch wenn die Hasestraße noch stiefmütterlich behandelt werde, habe sie Potenzial. „Es hat schon einen gewissen Kiez-Charakter und über meine neuen Nachbarn kann ich nur Gutes sagen, alle sind sehr nett und hilfsbereit.“  Eine höhere Beachtung der Hasestraße seitens der Stadt wünsche er sich trotzdem, „ein wenig grün an der ein oder anderen Stelle würde mit Sicherheit nicht schaden.“ (Weiterlesen: Wird die Osnabrücker Hasestraße aufgewertet?)

Die Familie Saunus ist in der Osnabrücker Gastronomie verwurzelt. 1946 eröffnete Großvater Helmut Saunus einen Kolonial- und Feinkostladen in der Möserstraße. Zwei Jahre später folgte ein Geschäft am Schlosswall, aus dem 1963 das Hotel Kulmbacher Hof entstand. Helmut Saunus, der Zweite, führte das Hotel bis März 2015, ehe er es aus gesundheitlichen Gründen verkaufte. Ab September kehrt der Familienname zurück in die Osnabrücker Gastronomie. Das Schild hängt bereits an der Hasestraße 62 - im Stile der Leuchtreklame, die vor knapp 70 Jahren das erste Geschäft schmückte.


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