Europa als Utopie? Yeah!-Festival versucht, Denkanstöße zu geben

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Osnabrück. Ein Artikel aus der Klasse!-Jugendredaktion von Sophia Rogalla. In dem Zirkuszelt auf dem Domvorplatz treffen sich am Morgen alle Teilnehmer des Yeah!-Festivals. Es ist Konferenztag. Keine Proben, kein Singen, kein Tanzen, keine Instrumente. Stilles Rumsitzen und Zuhören erwartet die Jugendlichen aber nicht. Denn das Zelt, so Festival-Organisatorin Lydia Grün, steht für Mobilität, für Dynamik, für Bewegung. Bewegung im Denken – das ist das Ziel.

Die Konferenz steht unter dem Motto „Jugend. Zukunft. Europa“. Zu Beginn lockert Organisatorin Marie Zwinzscher von lunatiks produktion aus Berlin die Gruppe mit Theaterübungen auf. Auf einmal stehen 40 Jungen und Mädchen im Kreis, klopfen

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Mangelnde Tatkraft

Das Yeah-Festival und die Konferenz stellten sich in diesem Jahr die Aufgabe, die jungen Künstler für Europa und seine Zukunft zu sensibilisieren. Ein durchaus lobenswerter Bildungsansatz, der aber leider nicht bis zum Ende verfolgt wurde. In den Workshops wurde viel diskutiert und nachgedacht, aber das praktische Werkzeug wurde den Jugendlichen nicht an die Hand gegeben. Das zeigte sich schon bei der Aufgabe, die Ergebnisse mit Lego-Steinen zu verbildlichen: Die Konstruktionen schienen für den Außenstehenden eher ein Produkt der Langeweile, als eines der Zielorientierung zu sein. Zugegeben, die Aufgabe war umständlich und den Jugendlichen ist der mangelnde Enthusiasmus nicht zu verdenken. Es war ein netter Zeitvertreib für alle und ein guter Denkansatz – aber eben nicht mehr. Der Plan, Jugendliche zur Partizipation am zukünftigen Europa zu bewegen, ist gescheitert. Es wurde viel gedacht, nur leider gar nicht gehandelt. Wieder einmal zeigt sich: Es gehört mehr zum Bauen der Zukunft als nettes Beisammensein.

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