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Vermutlich technischer Defekt Drei Katzen sterben bei Feuer in Osnabrücker Haus


Osnabrück. Bei einem Wohnungsbrand an der Bremer Straße ist am Freitagvormittag erheblicher Schaden entstanden. Menschen wurden nicht verletzt. Aber drei Katzen überlebten den Brand nicht.

Jemand hat die Kadaver der toten Katzen in einer grünen Plastiktüte gesteckt, die auf dem Rasen vor dem Eingang liegt. Einer der beiden Bewohner der ausgebrannten Wohnung lässt sich nieder, streichelt mit der Hand über die Tüte und nimmt Abschied von seinen Lieben. Dann wendet er sich dem Feuerwehrmann zu, der ihm erklärt, wo er und sein Mitbewohner vorübergehend wohnen können. Denn die Innenwelt der ausgebrannten und mit allerlei Utensilien vollgestopften Wohnung ist nur noch ein schwarzer, verrußter Trümmerhaufen. Bis auf Weiteres unbewohnbar. Die Stadt wird den beiden ein Obdach besorgen.

Bewohner waren nicht zu Hause

Nach Erkenntnissen der Feuerwehr ist wahrscheinlich ein technischer Defekt an einem Gerät im Umfeld eines Computers die Ursache des Brandes, der die Erdgeschosswohnung in dem Mehrfamilienhaus gegenüber dem Hotel Westerkamp verwüstete. Die beiden Bewohner waren nicht zu Hause, als das Feuer ausbrach.

Als die Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr Schinkel eintrafen, hatten sich alle Bewohner des 19-Parteien-Haues bereits in Sicherheit gebracht. Nur die drei Katzen, die in der Wohnung lebten, fanden keinen Ausweg aus ihrem verschlossenen Heim.

Entdeckt hatte eine Nachbarin das Feuer, die den dichten Qualm im Treppenhaus wahrnahm. „Ich habe das gleich gerochen und meinem Mann zugerufen, ruf die Feuerwehr“, sagte die 58-Jährige. Das Paar alarmierte sofort die anderen Bewohner, die fluchtartig das Haus verließen – sogar im Bademantel.

Das war auch gut so. Verletzt wurde niemand. Die Mieter konnten nach Abrücken der Feuerwehr zurück in ihre Wohnungen.


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