Zwischenbilanz der Stadtwerke Osnabrücker Nettebad bestätigt gute Zahlen

Von Johannes Zenker

Das Besucheraufkommen im Moskaubad ist in diesem Sommer eher überschaubar. Archivfoto: Michael GründelDas Besucheraufkommen im Moskaubad ist in diesem Sommer eher überschaubar. Archivfoto: Michael Gründel

Osnabrück. Während der Süden Deutschlands in diesem Sommer einen Hitzetag nach dem anderen erlebt, hinkt der Norden wettertechnisch hinterher. In Osnabrück leidet vor allem das Moskaubad unter den wechselhaften Temperaturen, wohingegen die Besucherzahlen des Nettebads auf dem starken Niveau des Vorjahres liegen.

Laut Angaben der Stadtwerke Osnabrück haben in diesem Jahr zwischen Mai und Juli 91 000 Menschen das Moskaubad aufgesucht – das sind 7000 Gäste weniger als im vergangenen Jahr. Die Besucherzahlen des Nettebades blieben dagegen mit 195 000 Personen im selben Zeitraum stabil.

Stadtwerke zufrieden

„Mit den bisherigen Zahlen sind wir angesichts des durchwachsenen Sommers sehr zufrieden. In anderen Regionen haben die Bäder größere Probleme“, sagt Nicole Seifert von den Stadtwerken.

Moskaubad leidet stärker als Nettebad

Auffällig ist: Das Moskaubad scheint unter dem schlechten Wetter weitaus stärker zu leiden als das Nettebad. So ist für das vergleichsweise schwache Zwischenergebnis des Moskaubades in erster Linie der kühle Mai verantwortlich: Im sogenannten Wonnemonat wollten nur 13 600 Besucher (Vorjahr: 20 900) in der Wüste baden gehen. „Das Moskaubad baut vor allem auf das Freiluftgeschäft. Bei mittelprächtigem Wetter haben die Besucher des Nettebads dagegen die Chance, zwischen den gleichermaßen attraktiven Innen- und Außenbereichen zu wechseln“, erklärt Seifert.

Weiterlesen: Die Gesamtbilanz der Bäder im Jahr 2014

Nettebad bestätigt gute Zahlen

Das Zwischenergebnis dieses Sommers spiegelt die Bilanz des bisherigen Jahres wider: Bis zum Stichtag 6. August gingen 140 000 Menschen im Moskaubad schwimmen – das sind 8000 Gäste weniger als noch vor einem Jahr. Das Nettebad musste dagegen bei einem weitaus höheren Gesamtaufkommen lediglich einen Rückgang von 1000 Besuchern verkraften: Statt 460 000 Menschen in 2014 sind 2015 bislang 459 000 Gäste ins Nettebad geströmt. Die gute Bilanz des Nettebades ist auch der wesentliche Grund für die Zufriedenheit der Stadtwerke – schließlich bewegen sich die Besucherzahlen auf dem Niveau des Vorjahres, das am Ende mit 745 000 Besuchern abgeschlossen wurde. Dies war das beste Ergebnis seit der Wiedereröffnung 2005.

Stadtwerke hoffen auf heißen August

Auch 8000 Besucher weniger im Moskaubad klingen im ersten Moment nicht dramatisch, doch war auch die Saison 2014 mit insgesamt 201 000 Badegästen schon keine übermäßig erfolgreiche. So strömen in sonnenreichen Jahren mehr als 250 000 Menschen ins Moskaubad. Aus diesem Grund hoffen die Stadtwerke auch auf einen heißen August, damit das Ziel, in beiden Bädern die Zahlen des Vorjahres zu wiederholen, erreicht werden kann. „Das größte Problem war bis jetzt, dass wir keine zusammenhängende Schönwetterperiode hatten“, benennt Seifert das Manko dieses Sommers. Sei mal ein schöner Tag dabei, würden die Menschen nicht direkt ins Freibad rennen.

7604 Besucher am 4. Juli

Eine Erfolgsnachricht hat aber auch das Moskaubad zu vermelden: Am 4. Juli dieses Jahres konnte mit 7604 Besuchern der zweithöchste Wert an einem Tag seit der Renovierung 2003 gemessen werden.