Eintauchen in neue Erfahrungen Russische Austauschschüler lernen Osnabrück kennen

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Osnabrück. Dass es wichtig ist, auf dem Wasser das Gleichgewicht zu halten, lernten mehr als ein Dutzend russische Austauschschüler am Sonntag bei einer Kanu-Tour auf der Hase, die sie in knapp vier Stunden von Eversburg etwa fünfzehn Kilometer weit bis nach Achmer führen sollte.

„Trocken und gesund ankommen“ war dabei der Wunsch und die Devise, die der russischstämmige und daher naheliegend auch als Moderator und Übersetzer eingesetzte Genaddy Oksman von den Osnabrücker Jugendwerkstätten ausgab, die das Projekt zum zweiten Mal anlässlich des im Bundesjugendplan verankerten deutsch-russischen Jugendaustauschs durchführten.

Aussichten auf Seerosen

Da die Hase nicht gerade als reißender Fluss bekannt ist, wurde es den 14 Schülern zwischen 14 und 17 Jahren aus Archangelsk – eine mittelgroße russische Hafenstadt etwa 1100 Kilometer nördlich von Moskau mit mehr als doppelt so vielen Einwohnern wie Osnabrück – nicht schwer gemacht. Umso idyllischer gerieten die Aussichten auf die Seerosen und den natürlichen Wildwuchs an den Uferrändern.

Remarque in Russland sehr bekannt

Eine fachkundige Einweisung in Sachen gleichmäßig Paddeln und Sicherheit erhielten die Anfänger-Kanuten durch Uwe Jasper vom Ostbunker. Nicht nur das Kanufahren war für die Schüler, die zum ersten Mal in Deutschland und im Stadtteiltreff „Alte Kasse“ untergebracht sind, eine neue Erfahrung, in die sie buchstäblich eintauchen konnten. Zuvor standen eine Altstadtführung, die Besteigung der Marienkirche, die Besichtigung des Piesberges, des Felix-Nußbaum-Museums und des Zoos sowie ein Empfang im Rathaus auf dem Programm. Besonders interessant war für die Schüler der Besuch des Erich-Maria-Remarque-Friedenszentrums, da der Osnabrücker Autor in Russland fast bekannter sei als hierzulande, berichtete Lehrerin Anna Proswirjakowa.

Bis zur Abreise zurück nach Archangelsk am Freitag steht noch ein Zeltlager auf Solveigs Hof in Rulle, eine Fahrradtour ins Moor und ein Ausflug von der Hasestadt in die Hansestadt Bremen auf der Agenda.


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