Auf dem Wasser laufen Trendsportart Stand-up-Paddling erreicht Osnabrück

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Auf dem Stichkanal gleiten die Stand Up Paddler unter der Anleitung der Physiotherapeuten Verena Landmeier und Sebastian Brandt (blaue T-Shirts) über das Wasser. Foto: Hermann PentermannAuf dem Stichkanal gleiten die Stand Up Paddler unter der Anleitung der Physiotherapeuten Verena Landmeier und Sebastian Brandt (blaue T-Shirts) über das Wasser. Foto: Hermann Pentermann

Osnabrück. Spaß haben, fit bleiben, cool sein – dies alles verspricht die neue Trendsportart Stand-up-Paddling. Dabei stehen die Sportler auf einem Surfbrett und paddeln. Die Osnabrücker Physiotherapeuten Verena Landmeier und Sebastian Brandt sind dieser Art der Fortbewegung auf dem Wasser verfallen und bieten Kurse auf dem Stichkanal in Eversburg an.

„Das Gefühl des Gleitens ist einfach klasse“, sagt Sebastian Brandt. Und Verena Landmeier ergänzt: „Es ist wie auf dem Wasser zu laufen.“ Brandt ist überzeugt, dass jeder das Stand-up-Paddling binnen 90 Minuten erlernen kann.

Gut für Geist und Körper

Zudem sei es gut für die Gesundheit. Alle Muskeln von Kopf bis Fuß seien in Bewegung, erklärt der Physiotherapeut. So werde der Körper stabilisiert. Stand-up-Paddling beuge Bandscheibenvorfällen vor und schone die Gelenke. Dabei werde das Herz-Kreislauf-System nur wenig beansprucht. Verena Landmeier: „Man trainiert, ohne dass man es merkt.“ Einer Studie der Sporthochschule Köln soll sogar belegen, dass das Training auf dem Surfbrett die Muskeln eher stärke als Leibesübungen an Geräten im Fitnessstudio. Für Kursteilnehmerin Pauline Niermeier hat das Stand-up-Paddling einen anderen Effekt. „Es ist Entspannung, eine Art Urlaub, um Abstand vom Alltag zu bekommen.“

Weltweit findet der Trendsport immer mehr Anhänger. „Es ist eine Sportart, die sich im Wachstum befindet“, sagt Sascha Petermöller vom Surf-Geschäft Kite & Board in der Dielinger Straße. Es gebe mehrere Leute in Osnabrück, die unter anderem auf der Hase paddeln würden.

Stand-up-Paddling-Lehrer Sebastian Brandt empfiehlt aber, nicht einfach mit einem Surfbrett auf den Stichkanal zu gehen und drauflos zu paddeln. Zum einen sei ein Kurs notwendig, um die richtige Technik zu lernen; zum anderen beinhalte der Unterricht auch so etwas wie „Verkehrserziehung auf dem Wasser“.

Verkehrsregeln beachten

Brandt erzählt, er habe von einem Kollegen aus Würzburg gehört, wo Stand-up-Paddler ohne Vorkenntnisse auf dem Main gepaddelt seien und mit Ruderern und Schiffen zusammengestoßen sind. Brandt sei vom Schiffsfahrtsamt in Minden extra darauf hingewiesen worden, seinen Schülern zu zeigen, wie sie sich im Wasserverkehr zu verhalten haben. Sonst könne das Stand-up-Paddling auf dem Osnabrücker Stichkanal bald Geschichte sein. (Weiterlesen: Jede Menge Bootsverkehr auf dem Osnabrücker Stichkanal)

Den Anschaffungspreis für eine Stand-up-Paddling-Ausrüstung schätzt Sebastian Brandt auf 1000 Euro. Mittlerweile soll es Paddel und aufblasbare Boards auch in Baumärkten und Kaffee-Geschäften geben. Surfladen-Inhaber Petermöller sagt, er habe davon gehört. „Inwieweit die Qualität gut oder schlecht ist, sei dahingestellt.“

Im Kurs von Verena Landmeier  und Sebastian Brandt wird das Material gestellt. Ein Anfängerkurs kostet 35 Euro. Für Fortgeschrittene werden Touren über mehrere Kilometer auf dem Stichkanal angeboten.

Mehr Infos über das Stand-up-Paddling in Osnabrück gibt es bei Facebook unter „Stadtpaddler“ oder per Mail an info@stadtpaddler.de . Die Treffen beim Wassersportverein Eversburg finden donnerstags (18 Uhr) und freitags (17.30 Uhr) statt.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN