Sanierungsarbeiten abgeschlossen St. Elisabethkirche in Osnabrück strahlt wieder

Neue Lamellenfenster, frisch gestrichen und mit dem wieder glänzenden Hahn geschmückt: Die Turmsanierung der St. Elisabethkirche ist nach nur 7 Wochen abgeschlossen. Foto: Swaantje HehmannNeue Lamellenfenster, frisch gestrichen und mit dem wieder glänzenden Hahn geschmückt: Die Turmsanierung der St. Elisabethkirche ist nach nur 7 Wochen abgeschlossen. Foto: Swaantje Hehmann

roga Osnabrück. Die Sanierungsarbeiten am Kirchturm der St. Elisabethkirche in der Rückertstraße in Osnabrück sind abgeschlossen. Turm und Wetterhahn erstrahlen nun wortwörtlich in neuem Glanz. Besonders erfreulich: Gute Zusammenarbeit aller Beteiligten sparte der Kirche sowohl Zeit als auch Geld.

Als die Sanierungsarbeiten am 2. Juni begannen , rechnete Bauleiter Norbert Voßgröne mit rund neun Wochen Arbeitszeit. Nur rund sieben Wochen später waren die Arbeiten jedoch bereits abgeschlossen. Das sei der guten Zusammenarbeit der beteiligten Unternehmen zu danken, sagte Voßgröne: „Die Firmen haben die gesetzten Deadlines eingehalten und haben auch untereinander sehr gut miteinander kommuniziert. Dadurch sind wir zwei Wochen früher als geplant fertiggeworden.“

1200 Einzelteile – Lamellenfenster waren am aufwendigsten

Die verkürzte Arbeitszeit bringt Kosteneinsparungen, vor allem beim Gerüst. Laut Voßgröne waren die Standkosten die teuerste Investition bei den Arbeiten. Rund 40.000 Euro waren hier eingeplant worden. Ungefähr gleichauf lagen die Kosten für die Lamellenfenster. Voßgröne war überrascht, wie aufwendig die Herstellung und die Installation waren. „1200 Einzelteile stecken in den Fenstern. Jedes Teil besteht aus Eichenholz und musste mit Öl überzogen werden“, erklärte der Rentner, der Jahrzehnte beim staatlichen Baumanagement gearbeitet hat und jetzt ehrenamtlich als Bauleiter fungierte.

Wetterhahn erstrahlt in neuem Glanz

Am günstigsten war die Restaurierung des 60 Jahre alten Wetterhahns, die nur rund 4000 Euro kostete. Bei einer Firma in Melle-Buer genoss der Hahn das volle Schönheitsprogramm: Zunächst wurde er sandgestrahlt und anschließend mit 24-karätigem Blattgold neu überzogen. Dabei wurden Gravierungen entdeckt, die bisherige Restaurierungsarbeiten dokumentierten. „Der Hahn war übersät mit Inschriften, da passte nichts mehr drauf“, sagte Pfarrer Christoph Baumgart. „Daher haben wir uns entschlossen, unsere Aufzeichnungen in der Kugel unter dem Wetterhahn zu verstauen.“ Neben einer Kopie der Inschriften auf dem Hahn und einer Auflistung der beteiligten Firmen der aktuellen Sanierung wurden laut Baumgart auch ein Pfarrbrief aus dem Jahr 1983 und Bilder von Papst Franziskus in die Kugel gesteckt.

Geringere Kosten als geplant – Kirchengemeinde spendenfreudig

140.000 Euro waren für die Arbeiten einkalkuliert worden. „Wir haben noch nicht alle Rechnung, aber wir können sagen, dass wir unter dem geplanten Etat geblieben sind“, sagte Guido Schmiddem, Rendant der St. Elisabethkirche. „Die Hälfte hat das Generalvikariat des Bistums Osnabrück zur Verfügung gestellt. Dafür sind wir sehr dankbar“, so Schmiddem weiter. Die andere Hälfte finanziert sich durch Spenden der Gemeinde. Anhand eines Spendenbarometers in dem Infokasten der Kirche kann sich die Öffentlichkeit informieren, wie viel schon gespendet wurde. Ende Juli betrug der Stand rund 25.000 Euro. Die waren aus Kollekten und Einzelspenden zusammengekommen. Auch ein Grillnachmittag wurde veranstaltet, dessen Erlöse in die Finanzierung flossen.

Anstrich der Kirche folgt 2017

Als Abschluss der Sanierungsarbeiten wurden die rund 700 Quadratmeter Fläche neu gestrichen. „Wir haben ein etwas helleres Gelb genommen als zuvor. Viele Gemeindemitglieder freuen sich über den frischeren Farbton“, sagte Schmiddem. 2017 stehe dann ein Neuanstrich der Rest der Kirche in ebenfalls dieser Farbe an, so Schmiddem. Die Turmsanierung war ursprünglich ebenfalls für 2017 geplant gewesen, musste aber aufgrund von Sturmschäden vorgezogen werden.