Keine weiteren Hinweise Schüsse im Schinkel: Werden Ermittlungen eingestellt?

Von Sven Kienscherf

Am 10. Juli wurde ein 39-jähriger Mann im Boltenweg in Osnabrück-Schinkel angeschossen. Die Polizei tappt bei der Suche nach den Tätern offenbar im Dunkeln. Foto: Archiv/Sven KienscherfAm 10. Juli wurde ein 39-jähriger Mann im Boltenweg in Osnabrück-Schinkel angeschossen. Die Polizei tappt bei der Suche nach den Tätern offenbar im Dunkeln. Foto: Archiv/Sven Kienscherf

Osnabrück. Ein Mann ist vor über drei Wochen im Schinkel angeschossen worden. Bei der Suche nach den Tätern treten die Ermittler auf der Stelle. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass der Fall zu den Akten gelegt wird.

Es war am Freitag ,10. Juli, als ein 39-jähriger Mann in Höhe der Bahnunterführung im Boltenweg angeschossen wurde. Ein Anwohner hatte die Polizei alarmiert. Der verletzte Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht, aus dem er kurze Zeit später entlassen wurde . Zu der Schwere der Verletzungen machte die Polizei damals keine Angaben, auch nicht dazu, wie viele Schüsse auf den Mann abgegeben worden waren. Auch zu einem möglichen Hintergrund der Tat äußerte sich die Polizei nicht. Ermittelt wird wegen versuchten Totschlags.

Gegenüber der Polizei machte der Mann keine Aussage. Er wird durch einen Anwalt vertreten. Die Ermittler gehen davon aus, dass drei Täter an dem Angriff beteiligt gewesen sein könnten .

Momentan keine weiteren Hinweise

Die Polizei tritt seitdem mehr oder weniger auf der Stelle. Zwar sagte Polizeisprecherin Mareike Kocar gegenüber unserer Redaktion, die Ermittlungen liefen weiter. Kocar sagte aber auch, es gebe momentan keine weiteren Hinweise, denen die Polizei nachgehen könne. Die Ermittler hoffen, dass sich der Mann zumindest über seinen Anwalt zu der Tat äußert.

Ergeben sich keine neuen Anhaltspunkte, stelle die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen irgendwann vorläufig ein, sagte Kocar. „Das ist dann der Fall, wenn wir alle Ermittlungsansätze ausgeschöpft haben und sagen müssen: Mehr haben wir nicht.“ Gewinne die Polizei danach noch neue Erkenntnisse, werde der Fall wieder aufgenommen.