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Neues „Littera“-Programm Im Herbst in Osnabrück: Krimiautor Friedrich Ani

Von Elke Schröder


Osnabrück. Das zweite Halbjahr der „Littera“-Lesungsreihe 2015 steht: Es bietet eine Autoren-Mischung mit ein paar auch in Osnabrück bereits „guten Bekannten“, „Debütanten“ und „Heimspielern“ – von Jenny Erpenbeck, Friedrich Ani, Ralf Rothmann bis Jan Decker.

Insgesamt zwölf Autorinnen und Autoren werden auf Einladung der Buchhandlung zur Heide im zweiten Halbjahr der „Littera“-Reihe ihre aktuellen Werke in Osnabrück vorstellen. Ein Höhepunkt für Krimi-Fans ist sicher der Auftritt des mehrfach ausgezeichneten Friedrich Ani , der seinen neuen Krimi „Der namenlose Tag“ am Mittwoch, 4. November, 20 Uhr, im Blue Note vorstellen wird.

In der Vergangenheit hat der Veranstalter, Buchhändler Lennart Neuffer, bei seiner Programmauswahl immer ein sicheres Händchen für künftige Finalisten des Deutschen Buchpreises bewiesen. Wäre es nach den Literaturkritikern gegangen, wäre das diesmal auf jeden Fall auch so gewesen mit Ralf Rothmanns „Im Frühling sterben“ , der Autor liest daraus am Montag, 14. September, in Osnabrück. Jedoch: Laut Medienberichten hat der mehrfach ausgezeichnete Rothmann auf eigenen Wunsch und ohne Angabe von genauen Gründen seine Teilnahme am Wettbewerb abgelehnt. (Weiterlesen: So funktioniert der Deutsche Buchpreis)

Aber Neuffer hat noch andere Schriftsteller im Angebot, die durchaus eine Chance auf den Deutschen Buchpreis 2015 haben, denn diese vier Autoren stehen auf der „Longlist“: Rolf Lappert mit „Über den Winter“ (Dienstag, 24. November) und Jenny Erpenbeck mit „Gehen, ging, gegangen“ (Mittwoch, 20. Januar) sowie Feridun Zaimoglu mit „Siebentürmeviertel“ (28. September) und Ilija Trojanow mit „Macht und Widerstand“ (Dienstag, 3. November).

Osnabrücker „Debütanten“

Die „Littera“-Reihe beginnt mit Alain Claude Sulzers „Postskriptum“ am Montag, 31. August, im Blue Note. Sulzer ist zwar literarisch wahrlich kein Debütant, aber er liest zum ersten Mal in Osnabrück. Sein Roman handelt von einen Filmstar der frühen Dreißigerjahre, der als Jude vor den Nazis ins Exils nach New York flüchten muss. Matthias Nawrat liest aus seinem Roman „Die vielen Tode unseres Opas Jurek“ am Donnerstag, 19. November im Blue Note. Zuvor gibt es dort ein echtes literarisches Debüt: Eva Ladipo ist am Dienstag, 13. Oktober zu Gast. Sie stellt ihren Debütroman „Wende“ über einen jungen Ostdeutschen vor, der sein Glück im Westen sucht und findet. Alle Lesungen beginnen um 20 Uhr.

Nicht zum ersten Mal in Osnabrück

In diesem Jahr ist er fast schon ein Stammgast in Osnabrück: Im Rahmen der P.E.N.-Reihe „Menschen und Masken“ im Felix-Nussbaum-Haus war Feridun Zaimoglu bereits im Januar in der Stadt. Am Montag, 28. September, kehrt er zurück, um seinen neuen Roman „Siebentürmeviertel“ im Blue Note zu präsentieren (20 Uhr). Nora Bossong , in Bremen geboren, war schon mehrfach zu Gast in Osnabrück – erst als Lyrikerin, dann auch als Romanautorin. Ihr neuer Roman heißt „36,9 Grad“. Sie präsentiert ihn am Dienstag, 20. Oktober (20 Uhr) im Blue Note. Ein guter „Littera“-Bekannter ist auch Ilija Trojanow , der aus seinem Roman „Macht und Widerstand“ am 3. November liest, ebenfalls im Blue Note. Beginn: 20 Uhr.

Die „Heimspieler“

Am Mittwoch, 23. September, um 19 Uhr, stellt der Osnabrücker Autor Christoph Beyer seinen ersten Osnabrück-Krimi „Heimzahlung“ in der Stadtgalerie vor. Für diese Veranstaltung haben sich, wie beim „Welttag des Buches“, die vier Osnabrücker Buchhändler zur Heide, Altstädter Bücherstuben, Dom Buchhandlung und Buchhandlung Heinrich Eicholt wieder zusammengetan.

Vor der Ausstrahlung auf „Deutschlandradio Kultur“ präsentiert der in Osnabrück lebende Autor Jan Decker sein Feature „Erich Loest die Probleme. Ein Schriftsteller und seine fast zweite Heimat Osnabrück“ am Mittwoch, 28. Oktober, in der Buchhandlung zur Heide (20 Uhr).


Weitere Informationen zur „Littera“-Reihe und Kartenreservierung unter Tel. 0541/350 88 10.