Neubau bis August 2016 Osnabrücker „Haus des Handels“ wird abgerissen

Von David Hausfeld


Osnabrück. Ein Dreivierteljahr später als ursprünglich geplant, haben am Dienstag die Abrissarbeiten am „Haus des Handels“ in der Herrenteichstraße begonnen. Eines der zwei Gebäude der Zentrale des Handelsverbandes weicht einem Neubau mit Wohn-, Büro- und Geschäftsräumen.

„Luftig gestaltet, passend zum Wasser“, präsentiert Geschäftsstellenleiterin Katja Calic den Entwurf für die zur Hase gerichtete Seite des geplanten Neubaus des „Hauses des Handels“ . Weite Balkone und eine große Fensterfront für die gut 1800 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche unterstreichen diesen Eindruck. Nicht zuletzt durch die Lage auf der komplett von Wasser umschlossenen „Hase-Insel“, ist der Standort auch als Wohnort interessant. Deshalb entstehen im neuen Gebäude neben einem Laden im Erdgeschoss und Büroräumen auch drei Wohnungen mit je 90 Quadratmetern sowie ein Penthouse mit gut 220 Quadratmetern, wie Andreas Otte, geschäftsführender Gesellschafter des Kooperationspartners Otte Projecting GmbH erklärt.

Ältere Fassade denkmalgeschützt

Das jüngere Haus in der Herrenteichstraße 5 wurde 1963 als „Berufs- und Vereinsheim“ gebaut und befindet sich nun in der Demontage. Das ältere Gebäude mit der Hausnummer 4 besticht durch seine klassizistische Fassade aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Auf rund 450 Quadratmetern wird der Handelsverband hier seine neue Zentrale einrichten, mit einem Veranstaltungsraum unter dem Dach und absoluter Barrierefreiheit durch einen neuen Fahrstuhl. Die verzierte Fassade des älteren Hauses steht unter Denkmalschutz und unterliegt deshalb besonderen Auflagen, nicht zuletzt in Sachen Brandschutz. Ein Grund, warum sich die geplante Um- und Neubau nach hinten verschoben hat.

Bezugsfertig im August 2016

„Detaillierte Abstimmungen mit der Stadt“ wurden laut Otte notwendig, darunter auch mit dem Bereich Bauordnung und Denkmalpflege. Ende Mai habe dann die Baugenehmigung vorgelegen. Der Startschuss für den Abriss folgte jedoch erst jetzt, um das verringerte Verkehrsaufkommen der Ferienzeit zu nutzen, um das jüngere der beiden Häuser dem Erdboden gleich zu machen. Bereits im vergangenen September zog der Verband in ein Übergangsdomizil in der Synagogenstraße. Wurde im letzten Jahr noch Februar/März 2016 ins Auge gefasst , soll das neue Gebäude nun erst im August 2016 bezugsfertig sein. Mit einem Notar und Rechtsanwalt, sowie einer Agentur zur Vermittlung von Führungskräften stehen die ersten Nachbarn bereits fest. 250 Quadratmeter Bürofläche sind aber noch frei, so Otte.

Beratung und Fortbildung für Branchenmitglieder

Das „Haus des Handels“ dient als Anlaufstelle für Einzelhandel und Dienstleister in der Region Osnabrück/Emsland. Neben Beratungen werden Fortbildungen für Branchenmitglieder angeboten und Kontakte zu Politik, Verwaltung, Wirtschaftsinstitutionen und Öffentlichkeit gepflegt.