Winkelhausenkaserne Osnabrück Umzug der Landesschulbehörde kostet 11,5 Millionen Euro

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sst/hin Osnabrück. Das Land Niedersachsen will 11,45 Millionen Euro für den weiteren Umbau der ehemaligen Winkelhausenkaserne in Osnabrück ausgeben. Das teilt der heimische Landtagsabgeordnete Frank Henning (SPD) mit. In zwei Gebäuden auf dem Konversionsgelände soll anschließend die Regionalabteilung der Landesschulbehörde einziehen.

Diese ist in der Stadt bislang an drei Standorten am Mühleneschweg (Hafen) und an der Hannoverschen Straße (Fledder) untergebracht. Von dort aus führt sie Aufsicht über die allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen in zwölf Landkreisen und fünf kreisfreien Städten zwischen Nordsee und Teutoburger Wald. Künftig soll die Behörde ihre regionalen Aufgaben unter einem Dach wahrnehmen.

Dienstleistungs- und Gewerbepark

Dazu ist ein Umzug auf das Gelände der bis zum Jahr 2008 von der britischen Armee genutzten Winkelhausenkaserne (Hafen) vorgesehen. Die Landesschulbehörde soll zwei der früheren Mannschaftsquartiere nutzen. Der Raumbedarf wird auf 4500 Quadratmeter taxiert.

Die Winkelhausenkaserne war mit einer Gesamtfläche von 31,5 Hektar die drittgrößte von einst sechs solcher Militäranlagen in Osnabrück. Heute sind die ehemaligen „Robert Baracks“ auf dem Weg, ein moderner Dienstleistungs- und Gewerbepark zu werden. Unternehmen wie Kaffee Partner und Nosta haben sich dort niedergelassen, und Teile der alten Soldatenunterkünfte werden seit einiger Zeit auch von Polizei Osnabrück und Finanzamt Osnabrück-Land genutzt. (Weiterlesen: Finanzamt Osnabrück-Land bezieht neue Gebäude in der Winkelhausenkaserne)

Umzug spart Mietkosten

Für 11,45 Millionen Euro richtet sich hier nun eine weitere Landesbehörde ein. Nach Angaben des Osnabrücker Landtagsabgeordneten und SPD-Ratsfraktionsvorsitzenden Henning stammt das Geld aus dem Sondervermögen Landesliegenschaftsfonds Niedersachsen (LNF). Es soll über Einsparungen des Kultusministeriums bei Mietzahlungen refinanziert werden. „Ich freue mich sehr, dass damit die Konversion in Osnabrück erfolgreich weitergeführt und mit dem letzten Bauabschnitt in der Winkelhausenkaserne begonnen werden kann“, sagt Henning.

Die Landesschulbehörde selbst äußert sich zur Sache sehr zurückhaltend. „Die Planungen sind ganz am Anfang“, teilte Sprecherin Bianca Schöneich unserer Redaktion mit. Bevor Einzelheiten spruchreif würden, müsse zunächst der Kabinettsbeschluss zur Bereitstellung der Millionensumme in den niedersächsischen Haushalt eingearbeitet und vom Landtag gebilligt werden.

Fertigstellung erst 2019?

Beim Staatlichen Baumanagement Osnabrück-Emsland in Bad Iburg schätzt man deshalb, dass bis zum Anrücken der Bautrupps in der Winkelhausenkaserne noch mindestens 12 bis 18 Monate vergehen. Wie Leiterin Cristina von Pozniak-Bierschenk auf Nachfrage erklärte, gehe sie davon aus, dass das Land ihrer Behörde frühestens Anfang 2016 den Planungsauftrag erteilen wird.

Bis die Mitarbeiter der Landesschulbehörde ihre Umzugskartons packen können, vergehen mithin noch einige Jahre. Nimmt man allein den Umbau des früheren Blocks 5 zur Polizeiwache als Maßstab für die Dauer, dürfte der Umzug kaum vor 2019 stattfinden.


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