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Tierischer Einsatz Osnabrücker Feuerwehr fängt rote Schlange

Die Osnabrücker Feuerwehr musste am Montag zu einem tierischen Einsatz ausrücken: Anwohner hatten an der Iburger Straße eine rote Schlange gefunden. Foto: Michael GründelDie Osnabrücker Feuerwehr musste am Montag zu einem tierischen Einsatz ausrücken: Anwohner hatten an der Iburger Straße eine rote Schlange gefunden. Foto: Michael Gründel

pm/sph Osnabrück. Zu einem eher ungewöhnlichen Einsatz musste die Feuerwehr am Montagvormittag in Osnabrück ausrücken: Passanten an der Iburger Straße hatten eine rot-weiß-schwarze Schlange entdeckt.

Nach Angaben von Sprecher Jan Südmersen wurden Passanten auf das exotische Reptil aufmerksam und alarmierten die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte schlossen sich kurzerhand mit einem Schlangenexperten vom Osnabrücker Zoo kurz – und der gab schnell Entwarnung: Bei dem Tier handelte es sich nicht um eine durchaus gefährliche, weil giftige Korallenotter, sondern um eine vergleichsweise eher harmlose Königsnatter.

In den Zoo transportiert

Freilich: Weil eine exotische Schlange selten gern in freier, städtischer Wildbahn gesehen wird, schritten die Feuerwehrleute ein und transportierten das Reptil zum Osnabrücker Zoo. Jetzt soll zunächst nach dem Halter der Schlange gesucht werden. Nach Angaben von Zoo-Mitarbeiterin Hanna Rickert steht das Tier aktuell unter Quarantäne. In den kommenden Tagen werde untersucht, ob es gesund und bei Kräften ist. Ein dauerhafter Aufenthalt im Osnabrücker Zoo ist allerdings nicht vorgesehen: „Wenn sich der Besitzer nicht meldet, geben wir das Tier an die Wildtierauffangstation Sachsenhagen ab“, sagt Rickert.

Mit Schlangenexperten in Kontakt

Auch wenn ein solcher Einsatz nicht alltäglich ist für die Osnabrücker Feuerwehr – für Jan Südmersen ist ein solcher Vorfall nichts Neues: „Gerade im Sommer kommen solche Einsätze mit exotischen Tieren häufiger vor. Im Schnitt haben wir es ein Mal pro Monat mit Schlangen zu tun“, sagt der Sprecher. Dabei sei vor allem beim Eintreffen der Kollegen nicht immer klar, welche Gefahr wirklich vom Tier ausgeht. Mit dem Osnabrücker Zoo und anderen Schlangenexperten habe man jedoch Partner, die schnell einschätzen könnten, ob besondere Vorsicht bei der Bergung angebracht ist.