Reihe „Sommerflimmern“ Publikumsansturm auf den Belmer Meyerhof

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Osnabrück. Die beliebte Open-Air-Kino-Reihe „Sommerflimmern“ zog überraschend 400 Zuschauer auf den Belmer Biohof „Meyerhof“.

Osnabrück. Beim Open- Air-Kino auf dem Meyerhof in Belm wurden die Veranstalter von einem immensen Publikumsansturm überrascht. Der Film „Solino“ des Hamburger Regisseurs Fatih Akin stand auf dem Programm, umrahmt von Hofführungen und einer Improvisationstheaterschau.

Obwohl viele Besucher ihre eigenen Sitzgelegenheiten mitgebracht haben, sind schon bald alle Bänke und Stühle auf dem Meyerhof besetzt. „Ich habe den Belmer Bürgermeister um Hilfe gebeten. Er hat herumtelefoniert und konnte noch einige Bierzeltbänke organisieren“, erklärt Susanne Tauss vom Landschaftsverband Osnabrücker Land, der die Reihe „Sommerflimmern“ zusammen mit der Film- und Bildungsinitiative FBI ins Leben gerufen hat. „Am Freitag hatten wir in Ostercappeln auch schon einen hohen Publikumsandrang“, erzählt Holger Tepe vom FBI. Auf dem Meyerhof sind es bald knapp 400 Zuschauer, die gebannt auf die Leinwand schauen, die in der großen Toreinfahrt des Kartoffellagers aufgespannt wurde.

Bereits um 19 Uhr haben sich viele Fans des Kulturangebots auf dem Bauernhof mit den angebotenen mediterranen Bio-Köstlichkeiten gestärkt. Alsbald erzählt Landwirtin Anne-Marie Meyer zu Belm von der bewegten Vergangenheit des Hofs und von ihrem Bedürfnis, Impulse für die Umwelt zu setzen: „Wir haben uns schon früh entschlossen, den Hof auf Bio umzustellen. Damals wurden Biobauern noch als Spinner bezeichnet. Das hat sich mittlerweile glücklicherweise geändert“, sagt sie.

Derweil gewährt Hofmitarbeiter Björn-Dag Andersson den Besuchern einen Blick in einen der Hühnerställe. „Hier sieht es doch anders aus als in einer Legebatterie“, sagt jemand anerkennend beim Anblick glücklicher Hühner ohne gekürzte Schnäbel, deren Eier von Hand eingesammelt werden.

Während einer Schau des Osnabrücker Improvisationstheaters Improteus, das von den Pianokünsten des Gastgebers Toni Schreiber aufgepeppt wird und die Zuschauer bis zum Einbruch der Dunkelheit unterhält, kommen immer mehr Zuschauer auf das Gelände.

Martin Fischer, „Sommerflimmern“-Stammgast seit 2014, ist schon lange da: „Ich bin kein Filmfan und gehe kaum ins Kino. Aber beim „Sommerflimmern“ lasse ich nach Möglichkeit keinen Termin aus“, sagt er. Der Bad Iburger, der selbst gern Landwirt geworden wäre, liebt das Ambiente, das beim Open-Air-Kino auf den Bauernhöfen entsteht. Und die Filmauswahl findet er auch gelungen. So geht es offenbar immer mehr Leuten. Daher kann Birgit Müller vom FBI an der Kasse erleichtert aufatmen, als die zusätzlichen Sitzgelegenheiten eintreffen…


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