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02.08.2015, 12:31 Uhr KEINE STEUERVERSCHWENDUNG

Kritik am Wohnheimbau entbehrt der Grundlage

Kommentar von Sebastian Stricker

Das Studentenwohnheim zwischen Natruper Straße und Berghoffstraße im Entwurf. Foto: Plan.Concept ArchitektenDas Studentenwohnheim zwischen Natruper Straße und Berghoffstraße im Entwurf. Foto: Plan.Concept Architekten

Osnabrück.  Der Osnabrücker Baumagnat Dieter Köster lehnt sich mit seiner öffentlichen Kritik am geplanten Studentenwohnheim nahe dem Campus Westerberg weit aus dem Fenster. Vielleicht zu weit. Denn der wesentliche Vorwurf der Steuerverschwendung scheint in diesem Fall haltlos.

Das Studentenwerk Osnabrück finanziert den über 15 Millionen Euro teuren Neubau zu 40 Prozent aus eigenen Mitteln, das restliche Geld leiht es sich auf dem freien Kapitalmarkt. Unmittelbare Zuschüsse aus öffentlicher Hand? Fehlanzeige. Nicht einmal das zinslose Darlehen des Landes, gewährt aus einem Sondertopf zur Förderung von studentischem Wohnraum, gibt es geschenkt.

In wortreicher Widerrede versucht Studentenwerkschefin Birgit Bornemann, dem skandalwitternden Unternehmer und Immobilienexperten in Bezug auf die angeblich völlig überzogenen Investitionskosten den Wind aus den Segeln zu nehmen. Und kann sich dabei einen Seitenhieb nicht verkneifen: Wohnheim zu teuer? Köster Bau hätte es noch teurer gemacht.

Wahr ist, dass das Studentenwerk hier viel Geld in die Hand nimmt. Als Anstalt des öffentlichen Rechts hat es dabei aber nicht nur wirtschaftlichen Profit im Kopf, sondern auch sozial- und umweltpolitische Ziele.