Serie zu kleinen Läden in Osnabrück Menke bietet mehr als Schnitt- und Topfblumen

Stephanie Menke-de Nys und ihr Mitarbeiter Frank Pruschinski begutachten die Ware. Foto: Claudia IxStephanie Menke-de Nys und ihr Mitarbeiter Frank Pruschinski begutachten die Ware. Foto: Claudia Ix

Osnabrück. Eine grüne Oase im Osnabrücker Stadtteil Haste ist Blumen Menke am Ruller Weg 83. Dabei ist das Blumengeschäft selbst mit den vielen Schnitt- und Topfblumen, den Bildern an den Wänden und der Deko in den Regalen nur ein Standbein von Inhaberin Stephanie Menke-de Nys.

Der 45-jährigen Floristin liegen Blumen im Blut: Sie übernahm im Jahr 2000 das Geschäft von ihren Eltern, die es 1961 gegründet hatten. Ihre Mutter Anneliese Menke hilft noch heute mit ihren 75 Jahren gerne im Laden aus. „Meine Eltern haben das hier aus Schrebergärten heraus aus dem Boden gestampft“, erinnert sich Menke-de Nys. Ihre Geschwister wollten das Geschäft nicht übernehmen, doch der Tochter war mit 16 Jahren klar: „Das hier wird meins.“

Zwei Hektar groß

Zwei Hektar groß ist der Betrieb. Er besteht nicht nur aus der Verkaufsfläche, es gehören auch fünf Gewächshäuser und Freiland dazu. Denn zu einem Schwerpunkt von Blumen Menke hat sich in den vergangenen Jahren die Trauerfloristik entwickelt: Grabpflege und Grabbepflanzung, auf dem Haster und dem Dodesheider Friedhof. Dafür verantwortlich ist Stephanie Menke-de Nys´ langjähriger Mitarbeiter, der Gärtnermeister Frank Pruschinski. „Das ist mein bestes Pferd im Stall. Den kennt hier jeder“, erklärt Menke-de Nys.

Viele Talente benötigt

Stephanie Menke-de Nys ist leidenschaftliche Floristin. Und dazu gehört heute mehr, als gerne mit Pflanzen zu arbeiten. „Ich sage unseren Praktikanten immer: Man ist hier auch Schauwerbegestalter, Maler, Tischler, einfach so viel“, erklärt Menke-de Nys. Die Bilder an den Wänden hat sie selbst gemalt: „Ich bin gerne kreativ – mit Blumen, aber auch sonst.“

Angebot im Wandel

Das Angebot der Gärtnerei hat sich mit den Jahren gewandelt. „Beet- und Balkonpflanzen werden nicht mehr so stark nachgefragt, da machen uns die großen Märkte Konkurrenz. Deshalb haben wir den Schwerpunkt mehr und mehr auf Trauerfloristik verlegt“, sagt die Floristin. Außerdem wollen immer mehr Kunden nicht nur die Blumen, sondern gleich die Deko dazu: „Sie kaufen die Blumen mit einem genau dazu passenden Umtopf. Auf den Fachmessen achte ich deshalb verstärkt auf die Wohnaccessoires. Man muss den Wandel mitmachen“, so Menke-de Nys.

Individuelle Gestaltung gefragt

Beratung ist bei ihr ein wichtiger Bestandteil des Geschäftskonzepts: „Ich frage immer, für wen der Strauß bestimmt ist, für welchen Anlass er gebraucht wird“, sagt sie. Oft ist auch ihr Feingefühl gefragt: „Wenn ich ein Beratungsgespräch über einen Brautstrauß führe und danach eines über ein Grabgebinde, dann ist das schon ein Wechselbad der Emotionen. Da muss ich auch erstmal tief durchatmen.“


Blumen Menke, Ruller Weg 83, Tel. 0541/63580, www.blumen-menke.de.

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