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Zwei Täter Raubüberfall auf Juwelier Kolkmeyer in Osnabrück


nibu/stek/hin Osnabrück. Unbekannte Täter haben am späten Mittwochnachmittag einen Raubüberfall auf das Juweliergeschäft Kolkmeyer verübt. Sie sind auf der Flucht. Die Polizei fahndet auf Hochtouren.

Nach Informationen der Polizei sollen es zwei Männer gewesen sein. Diese hätten gegen 17.25 Uhr das Juweliergeschäft Kolkmeyer an der Georgstraße betreten. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich im Erdgeschoss zwei 27 und 41-jährige Mitarbeiterinnen des Geschäftes. Die 27-Jährige, die näher zur Tür stand, wollte sich den Männern zuwenden und wurde sogleich mit Pfefferspray attackiert. die zweite Angestellte das sah, zog sie sich einen Schal vor das Gesicht und kauerte sich in eine Ecke. Dorthin begab sich dann auch die 27-Jährige. Während dessen beschädigten die Räuber mehrere Vitrinen mit einer Axt und entwendeten den Schmuck.

Täter trugen beide einen Schal

Anschließend ließen sie die Axt zurück und flüchteten zunächst zu Fuß in Richtung Möserstraße bzw. an der „Hase“ entlang. Beide Räuber waren ca. 1,80 bis 1,90 m groß, hatten eine normale Figur und trugen einen Schal vor dem Gesicht. Der Haupttäter hatte zudem eine Kapuze ins Gesicht gezogen und trug eine Sonnenbrille, während der zweite Täter ein Cappy trug.

Fahndung mit mehreren Streifen

Die mit Pfefferspray attackierte Mitarbeiterin wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die Ermittlungen dauerten am Abend noch an. Trotz einer sofort eingeleiteten Fahndung mit mehreren Streifen konnten bislang noch keine Tatverdächtigen festgenommen werden.

Beute: Wenige tausend Euro

Die Beute hat nach Angaben von Inhaber Dirk Kolkmeyer einen Wert von „wenigen Tausend Euro“. Die Diebe hätten Uhren der Marken Kors, Fossil und Pandora an sich gerafft und die Flucht ergriffen. In wenigen Sekunden sei die Aktion vorüber gewesen, sagte Kolkmeyer, der selbst während der Tat nicht im Geschäft war. Die Polizei, so der Inhaber, sei nach der Alarmmeldung „irrsinnig schnell“ am Tatort gewesen. Die sofort eingeleitete Fahndung nach den Tätern verlief jedoch erfolglos – bis jetzt.

Kolkmeyers Sorge gilt den Mitarbeiterinnen, die einen Riesenschreck erlitten hätten. „Und vom Pfefferspray haben Sie drei Tage was davon“, sagte er. Der Schaden an Vitrinen und Einrichtung liegt nach seiner Einschätzung über dem Wert der Beute.

Wieder Überfall mit Axt

Die Masche der Täter ähnelt dem Überfall auf ein Juweliergeschäft in der Theaterpassage am Domhof am 9. Juli . Auch dort hatten zwei Unbekannte die Angestellten mit Pfefferspray attackiert, mit einer Axt die Vitrinen zertrümmert und Schmuck erbeutet. Ob ein Zusammenhang besteht, ist aber noch unklar. Die Täter im ersten Fall waren nach Ermittlungen der Polizei auf Fahrrädern Richtung Ursulaschule geflohen. Die Opfer beschrieben diese Täter als Anfang 20 und Mitte 30 Jahre alt. Sie waren 1,80 bis 1,85 Meter groß, schlank und hatten dunkle, kurze Haare. Ein Räuber hatte einen Seitenscheitel und einer der Männer ein unreines Gesicht. Sie waren mit schwarzen Jacken bekleidet.

Im Jahr 2010 wurde der Juwelier bereits schon einmal überfallen. Zum Artikel geht es hier.

Zeugen, die Angaben zu dem Raubüberfall machen, oder Hinweise zu den unbekannten Tätern geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Telefon 0541/327-2215 oder 327-3203.


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