Trassen im Osnabrücker Land Bürgerinitiativen begrüßen Gesetzentwurf zur Erdverkabelung

Die Sprecher der Bürgerinitiativen im Osnabrücker Land sind erleichtert über den Gesetzentwurf zur Teilerdverkabelung. Foto: Julian Stratenschulte/dpaDie Sprecher der Bürgerinitiativen im Osnabrücker Land sind erleichtert über den Gesetzentwurf zur Teilerdverkabelung. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Osnabrück/Bissendorf/Hilter. Als die Bürgerinitiativen gegen 380-kV-Freileitungen im Osnabrücker Land gegründet wurden, waren ihre Aussichten nicht besonders gut. Um so größer ist die Erleichterung über den Gesetzentwurf zur Teilerdverkabelung auf den zwei geplanten Trassen von Bundesrat und Bundesregierung.

„Ihr erreicht sowieso nichts“, das hörte Martin Schürmeyer, Sprecher der Initiative in Bissendorf , anfangs oft. „Dass nun doch so schnell die Entscheidung gefallen ist, überrascht uns schon ein wenig“, sagt er. Nun muss der Gesetzentwurf noch den Bundestag passieren. Die Zustimmung gilt jedoch als wahrscheinlich. „Es scheint ein Einsehen gegeben zu haben, dass es einen anderen Weg als die Freileitungen geben muss“, meint Schürmeyer. Die dauerhaften gesundheitlichen Schäden seien nicht absehbar. Das Ziel ist damit aber noch nicht erreicht. „Wir werden uns weiter mit allen Kräften für den Willen der Bürger einsetzen“, sagt der Sprecher.

Unterstützung der Politik gefordert

Wenn der Bundestag zugestimmt habe, sei die nächste Aufgabe die Grundstückseigentümer von dem Vorhaben zu überzeugen. Andreas Halbrügge von der Initiative in Borgloh kann sich vorstellen, dass hier „nicht alles reibungslos“ abläuft. Nun müsse ein Informationsaustausch mit den Eigentümern folgen. Die Initiative setzt dabei auf die Unterstützung der Kommunalpolitik, sagt Halbrügge.

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Die Sprecherin der Initiative in Voxtrup Christine Hoefer hat weniger Bedenken, was die Zustimmung der Grundstückseigentümer angeht: „Die Landwirte bei uns sind einhellig dafür. Mittlerweile sind die Trassen auch so schmal, dass der Eingriff minimal ist.“ Sie freute sich über den Erfolg, den sie nicht allein den Initiativen zuschreibt: „Wir haben mit Politik und Verwaltung Hand in Hand gearbeitet.“ Auch der Netzbetreiber Amprion habe kooperiert.


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