Sushi und mehr ab 1. November Japanisches Restaurant „Ginza“ eröffnet im Hasehaus


Osnabrück. Außer Pizza und Nudeln kann man im Hasehaus am Neumarkt bald auch Sushi und Teppanyaki essen. Am 1. November 2015 eröffnet neben „L’Osteria“ das japanische Restaurant „Ginza“. Betreiber ist mit Chi-Man Chow ein Pionier für asiatische Küche in Osnabrück.

1979 machte der Gastronom aus Hongkong ein chinesisches Restaurant in der Herderstraße (Weststadt) auf. Auf das „Lotus“ folgte 1987 der „Lotusgarten“ in der Theaterpassage. Mit „Chow’s Garden“ (Große Hamkenstraße) brachte er von 1992 bis 2012 als Erster japanisches Essen auf die Osnabrücker Speisekarten.

Raus aus dem Gewerkschaftshaus

Zuletzt bewirtete Chi-Man Chow, der auch schon in Städten wie Hannover, Bielefeld, Münster und Duisburg asiatische Restaurants betrieb, seine Osnabrücker Gäste im 2001 eröffneten „Lotus Palast“ im Gewerkschaftshaus am August-Bebel-Platz. Doch mit Blick auf den kurz bevorstehenden Einzug ins gut 600 Meter entfernte Hasehaus hat er dieses Lokal vor wenigen Tagen geschlossen. „Zwei Standorte so eng beieinander lohnen sich nicht“, erklärt er. Zudem sei derart nahe am Hauptbahnhof bislang kein einträgliches Mittagsgeschäft möglich gewesen.

100 Plätze plus Haseterrasse

Das soll am Neumarkt als pulsierendes Zentrum der Innenstadt anders werden. Das „Ginza“ werde täglich durchgehend von 11.30 Uhr bis 23 Uhr öffnen, sagt Chi-Man Chow. Auf 330 Quadratmetern biete das neue Restaurant im Erdgeschoss des Hasehauses Raum für 100 Gäste, weitere 60 Plätze auf der 80 Quadratmeter großen Haseterrasse kommen hinzu. (Weiterlesen: Koloss mit Charisma – das Hasehaus am Osnabrücker Neumarkt)

Hohe Decken und raumhohe Fenster versprechen ein großzügiges Ambiente. Kunden dürfen sich auf eine in den Farben Schwarz, Weiß und Rot gehaltene, „moderne und elegante“ Einrichtung mit viel Holz und Leder freuen, so der Gastronom. Akzente setzt darüber hinaus eine offene Küche zur Zubereitung von Sushi und Teppanyaki sowie eine Bar für Cocktails und andere Getränke. „Ginza steht für besonders gutes Essen“, erklärt Chows Ehefrau und Servicechefin Wai Han Chow. Die Bezeichnung sei einer gleichnamigen Stadt bei Tokio entlehnt, die in Japan den Ruf einer Feinschmecker-Hochburg genieße.

Wunschkandidat des Investors

Mit Chi-Man Chow scheint sich übrigens der Wunschkandidat des Hasehaus-Investors Hoff & Partner (Gronau) für den Betrieb der seit fast einem Jahr freistehenden Gewerbefläche durchgesetzt zu haben. Denn bereits lange bevor die Bauarbeiten für das im Oktober 2014 eröffnete Geschäftshaus begonnen hätten, seien die Verantwortlichen auf ihn zugekommen, berichtet er. Offenbar beeindruckt von einem Besuch in „Chow’s Garden“ sei er damals gefragt worden, ob er sich eine Neueröffnung im Hasehaus vorstellen könne. Er konnte, und nun habe es der auslaufende Mietvertrag für den „Lotus Palast“ auch ermöglicht, sagt Chow.

Bei Hoff & Partner selbst heißt es auf Nachfrage, man habe sich für einen „starken regionalen Partner“ mit einem „absolut überzeugenden Konzept“ entschieden. Chows asiatische Küche stelle „die perfekte Ergänzung zur L‘Osteria“ dar. Wer sich jetzt wann an Chows Stelle im Gewerkschaftshaus niederlassen darf, ist übrigens noch offen. Eine Entscheidung darüber sei noch nicht gefallen, teilte die für die Vermietung zuständige Treuhandverwaltung Igemet unserer Redaktion mit.


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