Sprachkurs für Asylbewerber Neue Sprachförderung für Flüchtlinge in Region Osnabrück

Politik-Talk: Katja Bielefeld und Juliane Macke (rechts) im Gespräch mit Redakteur Jean-Charles Fays.Foto: Michael GründelPolitik-Talk: Katja Bielefeld und Juliane Macke (rechts) im Gespräch mit Redakteur Jean-Charles Fays.Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Der Landkreis Osnabrück hat im Kreistag am Montag beschlossen, dass Flüchtlinge bereits vor Abschluss des Asylverfahrens Sprachförderung bekommen. Dafür hat der Kreistag im Nachtragshaushalt 60000 Euro für dieses Jahr freigegeben.

Weitere rund 1,5 Millionen Euro sind für die Sprachförderung im Landkreis bis 2018 geplant, müssen vom Landkreis aber noch bewilligt werden.

Die Sprachkoordinatorin des Landkreises Osnabrück, Juliane Macke, erläuterte: „Wir haben jetzt die Möglichkeit, den Sprachteil professionell in Kursform aufzustellen.“ Auf die 21 Kommunen im Landkreis soll das Geld nun den Bedürfnissen entsprechend wohnortnah eingesetzt werden. Der Sprachunterricht soll im Schul- und im Erwachsenenbereich gefördert werden.

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Die Leiterin des Migrationszentrums Katja Bielefeld betonte: „Die Sprachförderung ist das Erste, was die Flüchtlinge anfragen, wenn sie im Landkreis ankommen. Zurzeit verlagert sich das komplett auf das ehrenamtliche Engagement, aber so kann das natürlich nicht bleiben.“ Der Bedarf nach fundierter Sprachförderung sei riesengroß.

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Sie ergänzte, dass der Landkreis für den Übergang die Sprachförderung bis zum Abschluss des Asylverfahrens übernehmen will, bis die Bundesregierung diesen übernimmt. Sie unterstrich: „Wir können das nicht auf Dauer so fortführen.“


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