Kopfschütteln über Rückkaufangebot Annäherung zwischen Stadt Osnabrück und Zion GmbH

Den Ringlokschuppen will die Zion GmbH zurückkaufen. Doch der Vorschlag stößt auf Unverständnis. Foto: K. LindemannDen Ringlokschuppen will die Zion GmbH zurückkaufen. Doch der Vorschlag stößt auf Unverständnis. Foto: K. Lindemann

Osnabrück. Zwischen der Stadt Osnabrück und der Zion GmbH bahnt sich eine vorsichtige Annäherung an. Nach den Sommerferien soll es ein Gespräch geben, an der auch einige Ratsvertreter teilnehmen werden. Kopfschütteln löst hingegen das Angebot der Zion GmbH aus, den Ringlokschuppen von der Stadt zurückzukaufen.

Auf dem Güterbahnhofsgelände blockieren sich die Eigentümergesellschaft und die Stadt gegenseitig, über strittige Fragen müssen Gerichte entscheiden. Um den Stillstand zu überwinden, hat die Stadt kürzlich ein Gespräch mit der evangelischen Freikirche „Lebensquelle“ geführt“, die auf einem zentralen Grundstück des Güterbahnhofs ihr Gemeindezentrum einrichten will.

Aus politischen Kreisen heißt es, dass nach einem Kompromiss gesucht werde. Die „Lebensquelle“ will eine Kirche mit 1100 Sitzplätzen bauen , Vertreter von CDU und SPD lassen durchblicken, dass sie 800 Plätze für vertretbar halten. Es gibt aber auch Politiker, die eine Kirche inmitten eines Gewerbegebiets für fehl am Platze halten und einen Flächentausch favorisieren.

Die Bereitschaft zum Dialog wird auch von der Zion GmbH begrüßt. Thomas Gründler, ehemaliger Geschäftsführer und jetzt Berater der Eigentümergesellschaft, hält den Zeitpunkt für günstig. Nur im Gespräch lasse sich etwas bewegen, nicht mit Kraftmeierei, erklärte er am Montag gegenüber unserer Redaktion.

Auf weitgehendes Unverständnis stößt bei der Stadt ein Kaufangebot, das in der vergangenen Woche bei Oberbürgermeister Wolfgang Griesert eingegangen ist. Die Zion GmbH bietet an, den Ringlokschuppen zurückzukaufen, den sich die Stadt vor zwei Jahren mit einem Vorkaufsrecht gesichert hatte.

Nicht nur die Politiker von SPD und Grünen, die den 2-Millionen-Deal vor zwei Jahren eingefädelt hatten, weisen den Vorschlag zurück. Auch CDU, FDP und UWG/Piraten, die dagegen gestimmt hatten, halten das Kaufangebot für abwegig. CDU-Fraktionschef Fritz Brickwedde weist zudem auf eine rechtliche Einschränkung hin: „Wenn die Stadt sich davon trennen will, muss das ausgeschrieben werden“.


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