Gitter an Arbeit von Rüdiger Stanko Skulptur an der Osnabrücker Kunsthalle in Bedrängnis

Das sieht gar nicht gut aus: Absperrgitter kesseln das Kunstwerk von Rüdiger Stanko auf dem Rißmüllerplatz ein. Foto: Stefan LüddemannDas sieht gar nicht gut aus: Absperrgitter kesseln das Kunstwerk von Rüdiger Stanko auf dem Rißmüllerplatz ein. Foto: Stefan Lüddemann

Osnabrück. Bauarbeiten beeinträchtigen die Kunst: An der Kunsthalle Osnabrück ist die Skulptur von Rüdiger Stanko von Absperrungen eingekeilt.

„Die Situation ist in der Tat ästhetisch unbefriedigend“, sagt Julia Draganovic, Direktorin der Kunsthalle Osnabrück. Kabelverlegungen der Stadtwerke Osnabrück haben den Angaben zufolge dazu geführt, dass die Wirkung der Ausstellung „Konkret mehr Raum“ zeitweise beeinträchtigt ist. Vor allem für die Säule „Farben der Zukunft“ stellt sich die aktuelle Situation schwierig dar. Das mit Farbstreifen bemalte Kunstwerk ist komplett von Absperrgittern umgeben. Neben der Säule klafft ein Loch, in dem Erdarbeiten vorgenommen werden. Die Plastik kommt so kaum noch zur Geltung. Der Ausstellungstitel verkehrt sich zumindest für dieses Kunstwerk zeitweise ganz konkret in sein Gegenteil.

Behinderungen gibt es auch beim Zugang zur Kunsthalle. Absperrgitter stehen auch entlang der Bierstraße. Für einige Tage soll die Kunsthalle zu Fuß nur aus der Richtung der Vitischanze erreichbar gewesen sein. Laut Julia Draganovic war diese Situation bei der Planung der Ausstellung nicht absehbar. „Die Arbeiten sollten bis zum Beginn der Ausstellung eigentlich abgeschlossen sein“, sagte Julia Draganovic. Der positive Aspekt: Die Arbeiten sollen bis Ende Juli 2015 abgeschlossen sein. Dann wird die Säule von Rüdiger Stanko wieder ebenso frei erreichbar sein wie der Eingang der Kunsthalle selbst.


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