Mit Blumenkranz unter dem Mammutbaum „Kaffeetafel mit Tischmusik“ mit Akampita Steiner in Osnabrück

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Osnabrück. Musikerin Akampita Steiner präsentierte im Rahmen der Konzertreihe „Kaffeetafel mit Tischmusik“im Baumpark Arboretum am Piesberg Lieder und Gedichte.

„Einst haben die Kerls auf den Bäumen gehockt, behaart und mit böser Visage. Dann hat man sie aus dem Urwald gelockt und die Welt asphaltiert und aufgestockt, bis zur dreißigsten Etage.“

Diese Verse von Erich Kästner rezitierte Akampita Steiner unter dem mächtigen Mammutbaum im Baumpark Arboretum am Piesberg . Danach sang sie ganz verschiedene – meist spirituelle – Lieder über die Natur und begleitete sich dabei auf ihrer Gitarre. Ihr Gesang beeindruckte durch seine Klarheit, mit der er das Publikum erreichte. Im Programm waren traditionelle Stücke und Eigenkompositionen. Und zwischendrin immer wieder Gedichte, mit Sprachgefühl rezitiert, manchmal von Steiner vertont.

Wie ein Fabelwesen

Die Musikerin war in einen dunklen Umhang gehüllt, ihr Gesicht farbig geschminkt. Auf dem Kopf trug sie einen Blumenkranz. Sie wirkte dadurch wie ein Fabelwesen – vielleicht wie der „Erdgeist“ aus ihrem gleichnamigen Lied? Rund zwanzig Gäste hatten sich am Sonntagnachmittag vor dem großen Mammutbaum im Arboretum an der kleinen Kaffeetafel niedergelassen. Die Plätze der Konzertreihe

„Kaffeetafel mit Tischmusik“, veranstaltet vom Piesberger Gesellschaftshaus, sind immer streng begrenzt. Während einer musikalischen Pause setzte sich Steiner selbst zu den Gästen und wünschte viel Spaß beim „irdischen“ Kaffee und Kuchen.

Vorher, auf dem Weg zur Kaffeetafel, konnten die Zuhörer schon Musik aus den Bäumen und Büschen hören. Die Multiinstrumentalistin Steiner spielte dort auf verschiedenen Flöten und exotischen Instrumenten. Zusammen mit leichtem Nieselregen entfaltete die Musik eine mystische Stimmung unter den hohen, mächtigen Bäumen des Parks. Akampita Steiner spielt sonst bei ganz unterschiedlichen Anlässen. Aus ihrem großen Repertoire hat sie diesmal Lieder und Gedichte mit Bezug zum Thema Natur ausgewählt, die zu dem gewaltig wirkenden Arboretum passen. Steiner ist das nächste Mal am 19. September beim Festival „Musica sacra“ in Paderborn zu hören. Häufig spielt sie auch bei privaten Anlässen. Zum Schluss spielte Steiner nochmals auf ihrer winzigen Sopranino-Blockflöte. Langsam verschwand sie rückwärts gehend in einem Wäldchen. Der Klang der Flöte wurde immer dumpfer, je weiter sie verschwand.


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