Stiftungspreis verliehen Osnabrücker Carolinum ehrt herausragende Abiturienten

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Die diesjährigen Preisträger des Stiftungspreises Carolinum wurden von Stiftungsvorsitzendem Fritz Brickwedde (Mitte links) und Schulleiter Helmut Brandebusemeyer (Mitte rechts) geehrt. Foto: Swaantje HehmannDie diesjährigen Preisträger des Stiftungspreises Carolinum wurden von Stiftungsvorsitzendem Fritz Brickwedde (Mitte links) und Schulleiter Helmut Brandebusemeyer (Mitte rechts) geehrt. Foto: Swaantje Hehmann

roga Osnabrück. Kurz vor ihrer feierlichen Entlassung versammelten sich einige Abiturienten des Carolinums noch einmal in ihrer alten Aula. Bei einem Festakt wurde ihnen der Stiftungspreis der Stiftung Carolinum für außerordentliches Engagement verliehen.

Schulleiter Helmut Brandebusemeyer begrüßte die Anwesenden mit den Worten: „Oft schauen wir in der Schule auf die Fehler, auf die Defizite. Heute machen wir genau das Gegenteil.“ 33 Schülerinnen und Schüler wurden geehrt, sie haben sich durch besonderes außerschulisches Engagement hervorgetan. Dabei zählten nicht nur Einzelleistungen. „Die Schüler haben gemeinsam etwas erreicht, das sie alleine nicht hätten schaffen können“, erläuterte Brandebusemeyer die Entscheidung, in diesem Jahr auch ganze Seminarfachkurse zu würdigen.

Leistungspreis für besondere schulische Leistungen

Der sogenannte Leistungspreis ging in diesem Jahr an Tjark Hindersmann. In der Laudatio lobte der Leiter der Ruderriege, Peter Tholl, den besonderen Einsatz Hindersmanns in Arbeitsgemeinschaften in den MINT-Bereichen und in der Ruderriege . Tjarks schulische Leistungen haben unter seinem Engagement keinesfalls gelitten: Der junge Mann schließt die Schule mit einem Abiturdurchschnitt von 1,2 ab.

Den Leistungspreis teilt er sich mit dem Seminarfachkurs Geschichte. 15 Schülerinnen und Schüler erarbeiteten die Ausstellung „Le regard de l’autre“ („Mit den Augen des Anderen“) über französische Propaganda im Ersten Weltkrieg. Geschichtslehrer Klaus Wahlbrink hob die besondere Kooperation mit dem Kulturgeschichtlichen Museum Osnabrück und einer Schulklasse aus dem französischen Gap hervor. In dieser „kooperativen, transnationalen Zusammenarbeit“ entstand die Ausstellung, die anschließend in Osnabrück und Gap zu sehen war.

Projektpreis für gemeinnützige Arbeit

Der sogenannte Projektpreis zeichnet Schüler mit besonderem gemeinnützigem Engagement aus. In diesem Jahr teilen sich Thomas Dittrich und Henry Wichter die Lorbeeren mit dem Seminarfachkurs „Marefat-Mädchenschule“. Dittrich und Wichter qualifizierten sich für die Auszeichnung durch ihre Teilnahme am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten zum Thema „Anderssein in der Geschichte“. Mit ihrer Forschungsarbeit über die „Papenhütte“, einer ehemaligen Barackensiedlung für Sinti und Roma, hätten sie einen „wichtigen Beitrag gegen das Vergessen“ geleistet, betonte Geschichtslehrer Heinz Steenken. Dittrich und Wichter waren als Landessieger aus dem Wettbewerb hervorgegangen.

Die Schülerinnen und Schüler des Seminarfachkurses „Marefat-Mädchenschule“ organisierten im Laufe der Oberstufe Aktionen zugunsten der Marefat-Mädchenschule in Pakistan. Die Erlöse eines Kuchenverkaufs und eines Bücherflohmarktes spendeten sie der Schule. „Die Schülerinnen und Schüler machten das Projekt unter ihren Mitschülern bekannt und luden sie zum Mitmachen ein. Sie haben einen großen Beitrag zu der bestehenden Partnerschaft beigetragen“, bedankte sich die Tutorin des Kurses, Bärbel Schulte.

Fritz Brickwedde übergab die Urkunden. „Die Stiftung möchte die Eigeninitiative der Schüler fördern“, sagte der Stiftungsvorsitzende. Förderung ist dieser Preis auf jeden Fall: Die Preise sind mit jeweils 1000 Euro dotiert.


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