Fastenbrechen im Ramadan Osnabrücks Oberbürgermeister lädt Moscheegemeinden ein

Von Stefan Buchholz


Osnabrück. Im laufenden Fastenmonat Ramadan hat Oberbürgermeister Wolfgang Griesert die Osnabrücker Moscheegemeinden zum Fastenbrechen eingeladen. Gut 25 Vertreter muslimischer Gebetshäuser kamen ins Hotel-Restaurant „Walhalla“.

Fast eine Stunde vor Sonnenuntergang traf man sich zu dieser seit Jahren schon von den Oberbürgermeistern gepflegten Tradition. Griesert fand es mit Blick auf die heißen Tage zum Julibeginn bemerkenswert, mit welcher Konsequenz Muslime in aller Welt den Fastenmonat begingen. „Die Tradition des Fastens, die zeitweilige Enthaltsamkeit, die innere Einkehr und Besinnung auf den Glauben und die Zuwendung zu den Armen und Schwachen verbindet viele Religionen und Kulturen“, so Griesert. Auch wenn diese Tradition im christlichen Glauben ein wenig in den Hintergrund getreten sei, würden viele Menschen Fasten zum Anlass nehmen, um beispielsweise bewusster zu leben.

Bewusster leben

Der OB wies daraufhin, dass laut aktueller Studien das Misstrauen gegenüber dem Islam noch allgegenwärtig sei. „Was die Mehrheit der Muslime in Deutschland denkt, sagt und vor allem lebt, wird weniger wahrgenommen, vielleicht aber auch zu wenig öffentlich gemacht.“

Griesert plädierte deshalb dafür, in Zukunft noch mehr Räume für Begegnung zu schaffen. Er wünsche sich, dass in der Stadt weiterhin Platz für die kulturellen und religiösen Traditionen bleibe. „Nur eine weltoffene Gesellschaft, wo sich alle Menschen mit Respekt begegnen, ist eine Gesellschaft, die für Frieden eintritt. Ich bin dankbar, dass die Osnabrücker Moscheegemeinden diesen Gedanken teilen.

Datteln und Wasser

Anschließend stellten sich die Vertreter der anwesenden Moscheegemeinden vor und bedankten sich für die Einladung. Punkt 21.56 Uhr rief Adem Peker, der neue Imam der DITIB-Gemeinde, zum Gebet auf. Damit endete für diesen Tag das Fasten. Üblicherweise wird das Iftar, die Fastenmahlzeit, mit einem Schluck Wasser und einer Dattel begonnen. Im „Walhalla“wurde anschließend ein Dreigang-Menü gereicht. Die Stadt hatte zudem einen Gebetsraum für die Muslime eingerichtet.


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