Lob für die Lebensmittelretter Grünen-Vorsitzende besucht Foodsharing Osnabrück

Foodsharing-Botschafterin Anika Girotto zeigt Simone Peter (Bündnis 90/Die Grünen) und Filiz Polat aus Bramsche einen „Fairteiler“. Foto: Swaantje HehmannFoodsharing-Botschafterin Anika Girotto zeigt Simone Peter (Bündnis 90/Die Grünen) und Filiz Polat aus Bramsche einen „Fairteiler“. Foto: Swaantje Hehmann

tbu Osnabrück. Die Initiative Foodsharing Osnabrück erhielt am Mittwoch hohen Besuch von der Parteichefin der Grünen. Simone Peter, Bundesvorsitzende, lobte das Projekt in höchsten Tönen. Der zweite frei zugängliche Kühlschrank mit geretteten Lebensmitteln im Osnabrücker Stadtteil Haste ist bereits jetzt ein voller Erfolg.

Mittwochnachmittag machte sich die Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Simone Peter, im Rahmen ihrer „Biohof-Sommertour“ ein Bild von der Foodsharing-Initiative Osnabrück. Begleitet wurde sie von der Landtagsabgeordneten Filiz Polat aus Bramsche und weiteren Parteifreunden aus Stadt und Landkreis Osnabrück.

Auf dem Gelände des alten Güterbahnhofs an der Petersburg, Standort des ersten öffentlichen Kühlschranks mit geretteten Lebensmitteln, stellten die Lebensmittelretter ihre Initiative vor und zeigten, wie die Entsorgung von noch verzehrbaren Lebensmitteln verhindert werden kann. „Wir wollen besonders das Bewusstsein der Leute ansprechen, die nicht auf ihren Lebensmittelkonsum achten“, sagte Anika Girotto, Botschafterin von Foodsharing Osnabrück.

Was ist Foodsharing?

Foodsharing Osnabrück ist eine Initiative mit dem Ziel, der allgemeinen Verschwendung von Lebensmitteln entgegenzuwirken. Nachdem im letzten Jahr bereits der erste öffentliche Kühlschrank auf dem Güterbahnhof errichtet wurde, gibt es nun seit Ende Juni den nächsten „Fairteiler“ an der Hauswand des Pfarrhauses Christus König in Osnabrück-Haste.

Die Mitglieder des Vereins retten momentan zwölfmal in der Woche bei sieben verschiedenen Betrieben Lebensmittel, die für gewöhnlich entsorgt würden, da sie für den Verkauf nicht mehr geeignet sind. Die ehrenamtlichen „Foodsaver“ bringen sie anschließend zu einem der beiden Kühlschränke, die rund um die Uhr zugänglich sind und von jedem Bürger befüllt werden dürfen. Maßgebend ist hierbei, dass man die Lebensmittel selbst noch essen würde und diese noch nicht geöffnet sind. Die Lebensmittel stehen allen Interessierten kostenlos zur Verfügung. „Jeder, der etwas aus dem Kühlschrank herausnimmt, unterstützt das Ziel von Foodsharing“, erklärt Girotto.

Simone Peter zeigte sich von der Aktion begeistert: „Es ist sehr erfreulich, dass solch eine Initiative Anklang findet. Das zeigt eine Entwicklung. Die Menschen bekommen ein neues Gefühl zu Lebensmitteln, eine gewisse Solidarität.“

Weiterlesen: Hier erfahren Sie mehr über Foodsharing Osnabrück und den zweiten Kühlschrank in Haste.


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