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Sri Lanka vermarkten BBS Pottgraben siegt bei Vergleich

Von Markus Pöhlking

<em>Diese Schülerinnen</em> der BBS Pottgraben errangen mit ihrer Präsentation den 1. Platz: Lena Wilbers, Lisette Sieker, Burçin Söyler und Lisa Gysbers. Foto: Egmont SeilerDiese Schülerinnen der BBS Pottgraben errangen mit ihrer Präsentation den 1. Platz: Lena Wilbers, Lisette Sieker, Burçin Söyler und Lisa Gysbers. Foto: Egmont Seiler

Osnabrück. Ein reales oder fiktives Marketingkonzept erstellen, auf Englisch präsentieren, die Jury überzeugen: Beim DECA-Wettbewerb traten am Mittwoch sieben Schulen aus Niedersachsen im Wettbewerb um die beste Vermarktungsstrategie gegeneinander an.

Ausrichter des Wettbewerbes waren in diesem Jahr die Berufsbildenden Schulen am Pottgraben, die zugleich auch den ersten Platz errangen: Die angehenden Reisekaufleute der BBS setzten sich im Finale mit ihrem Angebot „Destination Sri Lanka“ gegen Schulen aus Bersenbrück, Rotenburg sowie eine weitere Pottgraben-Klasse durch.

Die vier Schülerinnen der TK12A3 zeigten sich von ihrem Sieg überrascht und begeistert: In einer „sehr knappen Entscheidung“, wie es Jury-Mitglied Jana Rowold nannte, hatten sie sich letztlich gegen die BBS Bersenbrück durchgesetzt. „Angesichts unserer Ausbildung war ein Tourismus-Konzept natürlich logisch“, so Schülerin Lena Wilbers. „Für Sri Lanka haben wir uns entschieden, da der Tsunami von 2004 das Land besonders stark traf und wir den Tourismus dort stärken wollten.“

Praktische Erfahrungen aus der Branche hätten der Gruppe natürlich in die Karten gespielt, aber „besonders vor der ersten Präsentation in der Qualifikation – und dann auch noch auf Englisch – waren wir schon sehr nervös“, beschreibt Wilbers die Herausforderungen. Professionelle Lösungen zur Produktvermarktung gab es auch andernorts: Schüler der BBS Rotenburg hatten eine Image-Kampagne für die Marke „Milka“ entwickelt, Maßnahmen zur Kundenbindung sowie ein zielgruppenorientiertes Reklameprofil inklusive. Ebenfalls von Pottgrabenschülern stammte eine Strategie zur Vermarktung von „High Heels“: „Go sexy“ lautete das Programm, anhand einer differenzierten Zielgruppenanalyse und einer daraus resultierenden Werbeaktion sollte einem Schuhdiscounter die exklusive Vermarktung von Absatzschuhen schmackhaft gemacht werden. Beide Gruppen schafften es damit bis ins Finale. „Bei dem Projekt geht es vor allem um Sprachkompetenz“, erklärte Birgit Nagel. Die Lehrerin am Pottgraben, die zugleich DECA vor Ort repräsentierte, machte zugleich klar: „Im Finale reicht nicht nur gutes Englisch. Die Präsentationen müssen ebenfalls professionell, die Projekte vor realistischem Hintergrund entwickelt sein.“

Einheitliche Kriterien

DECA stammt ursprünglich aus den USA. Die Vergleichbarkeit dortiger Schulabschlüsse sei ein Problem, 1946 sei das DECA-Programm ins Leben gerufen worden, um einheitliche Kriterien zu formulieren, so Nagel. Seit 2001 gibt es DECA auch in Deutschland, derzeit sind bundesweit elf Schulen registriert. Notwendig sei eine Organisation in der DECA aufgrund einheitlicher Standards in Deutschland nicht, allerdings „stärkt das Programm selbstständiges und praxisorientiertes Lernen“, argumentierte Nagel. Einen Bewerbungsvorteil erhofft sich Burçin Söyler aus der Siegergruppe von ihrem DECA-Zertifikat: „Der Nachweis, in einer Fremdsprache gut präsentieren zu können, ist für Arbeitgeber bestimmt interessant“, so ihre Einschätzung.