„Live im Grünen“ Timezone und Büdchen starten Musikreihe in Osnabrück

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Nichts Lautes 
              wollen sie fürs Büdchen: Gerald Oppermann (Timezone) und Michael Werner vor der neuen Bühne des Büdchens am Westerberg. Foto: Swaantje HehmannNichts Lautes wollen sie fürs Büdchen: Gerald Oppermann (Timezone) und Michael Werner vor der neuen Bühne des Büdchens am Westerberg. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Das Osnabrücker Konzertangebot ist im Sommer in der Regel begrenzt. Jetzt sorgt eine neue Musikreihe für Abwechslung: „Live im Grünen“ ist das Motto, wenn das Büdchen am Westerberg einmal in der Woche die Bühne für die unterschiedlichsten Bands freigibt.

Es handelt sich um eine Kooperation des Osnabrücker Plattenlabels Timezone mit dem Büdchen-Betreiber Michael Werner. Mit Gerald Oppermann, einem der Timezone-Inhaber, sprachen wir über das neue Sommerkulturangebot.

Herr Oppermann, „Timezone-Bühne am Büdchen“ nennen Sie Ihre Veranstaltungsreihe im Untertitel. Eine Verlagerung der Maiwochen-Bühne auf den Westerberg?

Nein, das kann man nicht sagen. Während wir im Rahmen der Maiwoche richtig laute Bands präsentieren, legen wir am Büdchen Wert auf nette Atmosphäre mit eher akustischer Musik. Die Gäste sollen in nettem Ambiente zur Musik essen und trinken. Aber einen Zusammenhang gibt es trotzdem. Michael Werner, der schon vor längerer Zeit die Idee hatte, am Büdchen regelmäßig Livebands auftreten zu lassen, rief mich nach der Maiwoche in diesem Jahr an. Unsere Bühne bei L&T sei doch sehr erfolgreich gewesen. Ob wir nicht am Westerberg etwas zusammen machen wollten.

Da hatten Sie keine lange Vorbereitungszeit.

Nein, die Reihe ist mehr oder weniger in drei Wochen konzipiert worden.

Wie gestaltet sich Ihre Zusammenarbeit?

Nun, wir haben die Kontakte zu passenden Bands , kümmern uns um das Booking und die Organisation. So kann Werner sich auf die Gastronomie konzentrieren.

Nach welchen Kriterien haben Sie die auftretenden Künstler ausgesucht?

Die Bands spielen nicht laut, weil die Veranstaltung ja in einem Wohngebiet stattfindet und wir eine angenehme Atmosphäre im Grünen schaffen wollen. Und die Musik soll abwechslungsreich sein, damit viele Leute angesprochen werden. Daher haben wir Jazz, Blues, moderne Liedermacher, Akustikpop oder auch Worldmusic im Programm.

Wo treten die Bands
genau auf?

Michael Werner hat sich von der Event Company, mit der er bei Veranstaltungen zusammenarbeitet, eine tolle kleine Bühne bauen lassen, die jetzt fest zum Büdchen-Ambiente gehört.

Was passiert, wenn es regnet?

Das Risiko hat man bei Open-Air-Events immer. Zur Not gehen wir ins Büdchen. Da passen zwar nur 50 Zuschauer rein, aber dann wird es halt ein gemütliches Wohnzimmerkonzert.

Sie nehmen an den Mittwochabenden keinen Eintritt, und es werden keine Zuschläge auf den Verzehr verlangt. Wie finanzieren Sie die Veranstaltungen?

Die Reihe wird über den Gastronomieumsatz finanziert. Die Bands bekommen ihre feste Gage, zusätzlich gehen wir mit einem Hut herum, damit die Gäste etwas bezahlen können, wenn ihnen das Konzert gefällt. Falls alles gut läuft und Geld übrig bleibt, haben wir überlegt, einen Betrag zu spenden, zum Beispiel an ein Flüchtlingsprojekt.

An der Bühne prangt ein Banner mit einem schnuckeligen Logo. Ihre Idee?

Nein, das Logo hat eine Illustratorin aus Hamburg kreiert. Wenn Michael Werner das sieht, spricht er immer vom Knusperhäuschen.

Auf dem Plakat werden kulinarische Spezialitäten angekündigt. Was erwartet den Besucher?

Werner versucht, über das normale Angebot hinaus etwas Besonderes zu bieten, vielleicht passend zur Musik. So haben wir beispielsweise am 22. Juli eine Flamencogruppe zu Gast. Dann könnte es Paella geben. Garnelenspieße hat er auch schon einmal erwähnt. Oder eine besondere Wein- oder Biersorte.

Werden Sie Bands präsentieren, die bei Ihrer Plattenfirma unter
Vertrag sind?

Nicht nur. Wir haben auch Künstler eingeladen, die nicht bei uns untergekommen sind, aber gut in das Büdchen-Konzept passen. Zum Beispiel das Sedman Duo am kommenden Mittwoch, 8. Juli. Das ist eine Pop- und Soul-Sängerin, die sich nur von einem Bassisten begleiten lässt.

„Live im Grünen – Die Timezone-Bühne am Büdchen“: vom 1. Juli bis 30. September, mittwochs ab 19.30 Uhr, Büdchen, Mozartstraße 87, Eintritt frei. Infos unter
www.live-im-gruenen.de


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