Kreis müsste 8290 Menschen aufnehmen Katastrophenschutz für Atomkraftwerk Lingen

Bisher ist bei einer Katastrophe im Atomkraftwerk Lingen die Aufnahme von 8290 Menschen im Landkreis Osnabrück innerhalb von 24 Stunden vorgesehen. Foto: Carsten van BevernBisher ist bei einer Katastrophe im Atomkraftwerk Lingen die Aufnahme von 8290 Menschen im Landkreis Osnabrück innerhalb von 24 Stunden vorgesehen. Foto: Carsten van Bevern

Osnabrück. Über den Schutz der Bevölkerung vor den Folgen einer möglichen Havarie des Atomkraftwerks Lingen sprach die Grünen-Bundestagsabgeordneten Sylvia Kotting-Uhl mit Kreisrat Winfried Wilkens.

Nach der Abschaltung von Grafenrheinfeld im unterfränkischen Landkreis Schweinfurt seien noch acht Atomkraftwerke in Deutschland in Betrieb, für die nach den Erfahrungen von Fukushima eine neue Katastrophenschutzplanung erfolgen müsse, erklärte die atompolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion.

Bisher ist bei einer Katastrophe im Atomkraftwerk Lingen die Aufnahme von 8290 Menschen im Landkreis Osnabrück innerhalb von 24 Stunden vorgesehen. Es gebe für alle Aufnahme-Kommunen Listen, wie viele Menschen wo unterzubringen seien, berichtete Wilkens. Für die Versorgung seien die Kommunen zuständig. Nach Erlass der neuen Regelung sei eine Übung angemessen, um das Funktionieren zu trainieren. Im Kreisgebiet stünden rund 3500 Feuerwehrleute und eine vierstellige Zahl weiterer Katastrophenhelfer zur Verfügung. Jodtabletten für den kleinen Teil des Landkreises, der in der Außenzone liege, würden zentral im Kreisgebiet gelagert und über die Ordnungsämter verteilt.


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