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26.06.2015, 13:54 Uhr STUDENTENWERK PLANT NEUBAU

Von Wohnheimen am Campus profitiert ganz Osnabrück

Ein Kommentar von Sebastian Stricker


Zimmer gesucht: Gerade zu Beginn der Wintersemester ist der Wohnungsmarkt in Universitätsstädten wie Osnabrück hart umkämpft. Foto: dpaZimmer gesucht: Gerade zu Beginn der Wintersemester ist der Wohnungsmarkt in Universitätsstädten wie Osnabrück hart umkämpft. Foto: dpa

Osnabrück. Die Nachricht vom baldigen Neubau eines der größten Studentenwohnheime in Osnabrück ist gleich doppelt gut: erstens wirtschaftlich, zweitens politisch.

Das Haus mit seinen über 170 Plätzen wird das Angebot für bezahlbare Wohnungen in der Stadt vergrößern und so den freien Immobilienmarkt entlasten. Davon profitieren alle Bürger, die preiswert mieten wollen. Denn wo viele Studenten in ein Wohnheim ziehen können, werden andere Objekte, um die man bislang konkurrierte, wieder verfügbar. Dass der Neubau zudem in unmittelbarer Nähe zum Campus Westerberg errichtet werden kann, ist ein weiterer Glücksfall. Die fußläufige Erreichbarkeit von Hörsälen, Bibliothek und Mensa erspart den Bewohnern – und damit auch der Stadt insgesamt – jede Menge Verkehr. Außerdem macht es den Hochschulstandort Osnabrück attraktiver. Hier hat das Studentenwerk Osnabrück viel Geschick bewiesen, als es galt, die nötigen Grundstücke in bester Lage zu beschaffen.

Die finanzielle Beteiligung des Landes am Wohnheimbau darf überdies als persönlicher Erfolg der regierenden Abgeordneten aus Osnabrück gewertet werden. Angesichts der noch unklaren Gesamtkosten für dieses Riesenprojekt mag die 1,5-Millionen-Euro-Spritze am Ende nur ein kleiner Beitrag sein. Dass die Summe aber fast ein Drittel des Wohnraum-Förderfonds ausmacht, der für ganz Niedersachsen veranschlagt ist, bedeutet aus lokaler Sicht ein erfreuliches Ergebnis.


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