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Drei Personen verletzt Osnabrücker Autowerkstatt bei Brand komplett zerstört

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cst/sst Osnabrück. Im Osnabrücker Stadtteil Widukindland ist am Mittwoch eine Autowerkstatt samt Reifenhandel in Brand geraten und komplett zerstört worden. Nach Angaben von Polizei und Feuerwehr gingen fünf Autos in Flammen auf. Drei Personen wurden verletzt, eine davon schwer.

Die Berufsfeuerwehr Osnabrück rückte gegen 14.24 Uhr mit mehreren Einsatzwagen aus, um den Brand in einem Hinterhof an der Heinrich-Bußmann-Straße 3 (Ecke Bahlweg) zu löschen. Auch die Freiwilligen Feuerwehren Schinkel und Belm waren alarmiert, außerdem Rettungsdienste und Notarzt.

Ein 41-jähriger Mann, der nach Angaben der Polizei Osnabrück zum Zeitpunkt des Unglücks alleine in der Werkstatt arbeitete und das Gebäude selbstständig verlassen konnte, habe schwere Verbrennungen an der Hand erlitten. Er werde stationär in einem Osnabrücker Krankenhaus behandelt. Über die beiden anderen Verletzten sind keine Einzelheiten bekannt.

Zur Ursache des Feuers erklärte ein Feuerwehrsprecher, es habe „zahlreiche Explosionen“ in der Werkstatt gegeben, bedingt durch dort gelagerte Spraydosen und Kraftstoffe. Die Höhe des Sachschadens schätzt er auf „mehrere Hunderttausend Euro“. Der Brandort wurde polizeilich beschlagnahmt, die Ermittlungen laufen.

Explosionen und Rauchsäule

Beim Eintreffen der Feuerwehr habe es in und vor der Werkstatt lichterloh gebrannt, berichtete Michael Heinze, Zugführer der Feuerwehr Osnabrück, vor Ort. Die Rauchsäule war kilometerweit zu sehen. Mit Wasserwerfer und Strahlrohren sei es gelungen, das Feuer schnell unter Kontrolle zu bringen. Auch ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude konnte verhindert werden. Danach legte die Feuerwehr einen Schaumteppich über den Unglücksort. Laut Heinze ist das Werkstattgebäude einsturzgefährdet: In der Tat haben sich selbst schwere Eisenträger, die zuvor die Decke stützten, durch die Hitze verbogen. Die weiteren Löscharbeiten würden sich noch bis zum Abend hinziehen, so der Zugführer.

Gefahr gebannt

Für die Bewohner der Siedlung am Fuße des Fernsehturms besteht nach Angaben von Michael Perschke, Einsatzleiter der Polizei Osnabrück, keine Gefahr mehr. Sie waren zunächst mit Rundfunk- und Lautsprecherdurchsagen vor möglicherweise giftigen Dämpfen gewarnt und aufgefordert worden, Fenster geschlossen zu halten. Zu den Nachbarn zählt auch die Heilpädagogische Hilfe Osnabrück (HHO), die unmittelbar neben dem Brandort Räume für ihre Frühförderung angemietet hat. Die Technische Gruppe Umweltschutz der Polizei, das Gewerbeaufsichtsamt und der Fachbereich Umwelt der Stadt Osnabrück wurden in die Untersuchungen zum Brand eingeschaltet.


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