Walzer am Nordpol „Cellostorm“ mit Cello8tet im Yeah-Zelt

Von Jan Kampmeier

Yeah-Kinderkonzert „Cellostorm“ mit dem Amsterdam für Grundschulklassen im Zirkuszelt auf dem Domvorplatz. Foto: Swaantje HehmannYeah-Kinderkonzert „Cellostorm“ mit dem Amsterdam für Grundschulklassen im Zirkuszelt auf dem Domvorplatz. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Was man mit acht Celli alles anfangen kann! Bei Cellostorm im Yeah-Zelt ist das konventionelle Musizieren, im Frack und steif auf dem Podium, so ziemlich das Einzige, was nicht vorkommt. Ist ja auch klar, schließlich richtet sich die Produktion ans junge Publikum.

So sind im Yeah -Zelt einige Grundschulklassen zu Gast, und den Kindern macht es Spaß: Sie sind konzentriert dabei und lachen bei zahlreichen witzigen Situationen.

Ohne Worte erzählt das Cello8tet Amsterdam die Geschichte um eine einsame Taube, deren Gurren auf dem Cello ebenso deutlich ist wie das laute Zwitschern anderer Vögel. Die Taube macht sich auf den Weg. Eine Stadt: Motorenlärm, Autohupen, eine Sirene, sogar inklusive Dopplereffekt wenn das Fahrzeug vorbeirast. Dann gibt es Katzen, Spechte, Seehunde und andere eigenartige Wesen, die möglicherweise entfernt verwandt sind mit den Rumpelwichten aus Ronja Räubertochter und alle werden sie akustisch von den Cellisten dargestellt.

Doch natürlich gibt es immer wieder Musik im konventionellen Sinne, schließlich soll es um Musikvermittlung gehen. Ein Thema von Schubert kommt vor, und ein Tango oder eine arabische Melodie, wenn sich die Taube in der Wüste befindet. Einen Freund findet die Taube schließlich am Nordpol, wo sie mit einem Eisbären zu Walzerklängen über das Eis tanzt.