Seit Kurzem an Ampeln Gelten die Grünpfeil-Aufkleber in Osnabrück für Radfahrer?

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Osnabrück. Seit Kurzem kleben sie an einigen Ampeln in Osnabrück: Aufkleber mit grünen Pfeilen und einem Fahrrad-Symbol auf schwarzem Grund. Handelt es sich dabei um ein offizielles Zeichen zur Verkehrsregelung oder einen Scherz von Unbekannten?

Ein Aufkleber ist an der Ecke Wachsbleiche/Natruper Straße zu finden, ein weiterer ist an der Lotter Straße entdeckt worden. In den vergangenen Tagen sind an verschiedenen Stellen der Stadt solche Aufkleber angebracht worden.

Die Polizei in Osnabrück hat bereits darauf reagiert. „Es handelt sich hierbei nicht um einen offiziellen Aufkleber, darum gilt er nicht“, sagte Polizeisprecher Georg Linke auf Anfrage unserer Redaktion. Gleichwohl könnten Fahrradfahrer im Straßenverkehr auf die Idee kommen, dass der Aufkleber für eine Verkehrsregelung gelte. „Darum können sie gefährlich sein und müssen entfernt werden.“ Ob die Polizei oder Mitarbeiter der Stadt die Sticker abkratzen, sei noch nicht klar. Sicher sei aber, dass die Aufkleber „schnellstmöglich“ entfernt werden. Geprüft werden müsste auch, ob sich der Urheber der Grünpfeil-Klebe-Schilder vielleicht strafbar gemacht hat. Wer dafür verantwortlich ist, ist bisher nicht bekannt.

Grünpfeilschilder sind im deutschen Straßenverkehr bekannt. Durch diese dürfen Kraftfahrzeuge unter bestimmten Voraussetzungen nach rechts abbiegen, obwohl die Ampel rot zeigt. In Bezug auf Fahrradfahrer sind sie allerdings eine Seltenheit. Die Stadt München berichtet, dass sie im Jahr 2006 ein Grünpfeilschild für Fahrradfahrer angebracht hat. Dieses unterscheidet sich allerdings deutlich von den Aufklebern, die in Osnabrück zu sehen sind.

Das Grünpfeilschild für Radfahrer in München. Foto: KVR

Unter den Radfahrern in der Stadt ist das Thema Grünpfeilschilder für Fahrradfahrer nicht komplett neu. Auf dem Osnabrücker Fahrrad-Blog „It started with a fight “ forderte der Autor bereits im Dezember 2013 ein ähnliches Schild, bezog sich damals allerdings auf eine Regelung in Frankreich. An die Große Koalition richtete er seinen Aufruf: „Ihr wollt den Radverkehrsplan überarbeiten und etwas für den Radfahrer tun? Dann erlasst doch einfach mal eine Verordnung, die es den Kommunen erlaubt, die netten Schilder aufzustellen.“


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