Infobesuch von Bürgermeister Jasper Christliches Sozialwerk Osnabrück soll allen Senioren offenstehen

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Informationsbesuch bei der Firma Siloah Christliche Pflege GmbH: Die Ratsmitglieder Brigitte Neumann (links) und Burkhard Jasper (rechts) im Gespräch mit Christian Teper, Jochen Janke und Beate Koch-Suna. Foto: Michael GründelInformationsbesuch bei der Firma Siloah Christliche Pflege GmbH: Die Ratsmitglieder Brigitte Neumann (links) und Burkhard Jasper (rechts) im Gespräch mit Christian Teper, Jochen Janke und Beate Koch-Suna. Foto: Michael Gründel

rbru Osnabrück. Seit Oktober gibt es die Siloah Christliche Pflege GmbH an der Iburger Straße. Der ambulante Pflegedienst engagiert sich in der Senioren- und Altenhilfe. Doch das Unternehmen soll nur ein erster Baustein vielfältiger Sozial- und Gesundheitsdienste sein, die zukünftig unter dem Dach des gemeinnützigen Vereins „Christliches Sozialwerk Osnabrück (CSO)“ angeboten werden. Die beiden Siloah-Geschäftsführer Christian Teper und Beate Koch-Suna stellten ihre Vision jetzt Bürgermeister Burkhard Jasper und Ratsmitglied Brigitte Neumann (beide CDU) vor.

„Gründer des Vereins sind vier Familien aus unterschiedlichen christlichen Gemeinden in Osnabrück“, erklärte Teper, der selbst der freikirchlichen Andreas-Gemeinde angehört. Mittlerweile verfügen sie über ein breites Netzwerk zu anderen Kirchengemeinden der Evangelischen Allianz Osnabrück (EAO) und zu Sozialdiensten, die sie beim Aufbau ihres Vereins unterstützen.

Die beiden Geschäftsführer Teper und Koch-Suna sind ausgebildete Pflegekräfte und Gesundheitsmanager mit Diplom von der Hochschule Osnabrück. Sozialpädagoge Jochen Janke, das dritte Teammitglied, leitete 25 Jahre lang das Kinderheim in Melle, bevor er Gemeindeleiter des Christus-Centrums Osnabrück wurde. „Wir haben unter dem Dach unserer Gemeinde bereits ein Sozialwerk, das sich um notleidende Menschen sorgt“, berichtete er. Am gemeindeübergreifenden Sozialwerk CSO interessiere ihn besonders die Idee des Zusammenlebens von mehreren Generationen unter einem Dach.

Unter dem Leitspruch „Suchet der Stadt Bestes“ aus dem Buch des Propheten Jeremia planen die Initiatoren eine Einrichtung, die vielfältige soziale Dienste anbietet. Die ambulante Pflege, wie sie derzeit schon mit Siloah praktiziert wird, werde ein Teil davon sein. Außerdem soll es Stationen für Tagespflege und Betreutes Wohnen geben sowie Angebote für Fortbildungen für Fachkräfte und Schulungen für pflegende Angehörige. „Am besten wäre es, wenn das alles unter einem Dach stattfinden könnte“, so Koch-Suna, die der Osnabrücker Baptisten-Gemeinde angehört. Dabei sollen die Angebote nicht nur gut situierten Senioren offen stehen. „Wir möchten Wohnraum anbieten, den sich auch alte Menschen ohne dicke Rente leisten können.“

Im Laufe der Projektentwicklung seien immer mehr Ideengeber zu ihnen gestoßen, so Janke. Ein Kindergarten oder eine freie Schule im gleichen Gebäude wären ebenfalls denkbar. Noch aber steht das Team ganz am Anfang: Bislang gibt es insgesamt vier Fachkräfte im ambulanten Pflegedienst Siloah sowie zwei 470-Euro-Kräfte, die sich um elf Patienten kümmern. Bald sollen es mehr werden, weshalb derzeit mehrere Stellen für Kranken- und Altenpfleger ausgeschrieben sind.

Als gemeinnützige Einrichtung finanziert sich das CSO aus Spenden und öffentlichen Zuwendungen. In diesem Sinne warben Teper und Koch-Suna bei den beiden Osnabrücker Politikern für ihre Vision. Jasper und Neumann fragten interessiert nach und zollten dem kleinen Team ihre Anerkennung. Jasper verwies in diesem Zusammenhang auch auf seine Rede im Landtag zum Antrag „Jobmotor Soziale Gesundheitswirtschaft Niedersachsen“. Mit dem Beschluss zum „Masterplan Soziale Gesundheitswirtschaft Niedersachsen“ habe die Politik ein deutliches Zeichen für die Stärkung der Gesundheitswirtschaft gesetzt.


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